Albanien Urlaub – Alle Stationen unserer Rundreise durch ein unbekanntes Land

Drei Wochen Albanien Urlaub, das bedeutet abwechslungsreiche Landschaften, schneedeckte Berge, kristallklare Flüsse und türkises Meer, freundliche Menschen und jede Menge Ziegen, Schafe und Esel. Kurz gesagt, auf unserer Rundreise durch dieses faszinierende Land war alles dabei, was ein abwechslungsreicher Urlaub benötigt. Damit du vielleicht auch auf den Geschmack kommst und sieht, was dir Albanien alles zu bieten hat, stellen wir dir jetzt alle unsere Stationen unserer Albanien Rundreise vor.

Unser Albanien Urlaub in der Übersicht

Von Mitte Mai bis Anfang Juni 2019 ging es für uns für drei Wochen nach Albanien. Um dieses für uns unbekannte Land und seine verschiedenen Facetten möglichst gut kennenzulernen, hatten wir vorbei individuell eine Rundreise mit dem Mietwagen geplant.

Unsere Ziele waren:

  • Shkodra im Norden Albaniens
  • Gjirokaster in den Bergen im Süden
  • Ksamil im Süden kurz vor der griechischen Grenze
  • Vlora an der südlichen Adriaküste Albaniens
  • die Hauptstadt Tirana.

Angereist sind wir mit Austrian Airlines von Hamburg nach Wien in einer Stunde und zehn Minuten. Danach ging es noch weiter bis nach Tirana in 90 Minuten. Dort holten wir unseren Mietwagen ab (gebucht über Momondo, der Vermieter war Enterprise) und fuhren 1,5 Stunden nach Shkodra.

Esel Albanien

Auf den Straßen von Albanien trifft man oft auf Esel, Pferde, Ziegen, Schafe und auch Kühe.

Unsere 1.Station: Shkodra im Norden an der Grenze zu Montenegro

Als wir in Shkodra ankamen, war Sebastian krank. Er trug noch die Koffer hoch in unser schönes Apartment im Stadtzentrum und danach hüttete er zwei Tage das Bett. Also gingen Karl und ich alleine auf Entdeckungstour.

Wir besuchten zuerst das Shkoder Historical Museum und bummelten durch die Innenstadt. Mit der schönen Fußgängerzone, den kleinen Geschäften und Eisläden, den Parkflächen mit dem großen Spielplatz und den guten Restaurants machte Shkodra uns es einfach und wir fühlten uns sehr wohl. Die Menschen waren sehr offen und freundlich, lächelten uns oft an und Karl fand auch direkt Spielkameraden.

Innenstadt von Shkodra.

Innenstadt von Shkodra.

Innenstadt von Shkodra.Als Sebastian dann wieder gesund war, besuchten wir das „Site of Witness and Memory“ Museum, in dem es um die kommunistische Vergangenheit Albaniens geht. Außerdem fuhren wir zur Burg Rozafa, in den Ort Tamare und unser Highlight war eine Bootstour auf dem Lake Koman in den albanischen Alpen.

Lake Koman Albanien Bootstour

Es sieht aus wie ein Fluß in Norwegen oder Neuseeland, aber es ist der Lake Koman in Albanien..

Lake Koman Albanien Bootstour

Einfahrt in einen Seitenarm. Das Wasser ist übrigens wirklich so grün und total klar.

Schloss Rozafa Castle in Shkodra

Schloss Rozafa Castle in Shkodra

Nach fünf Übernachtungen verließen wir Shkodra und fuhren zu unserem nächsten Ziel: Gjirokaster.

Unsere 2.Station: Gjirokaster in den Bergen im Süden

Die vierstündige Fahrt teilten wir in zwei Etappen ein. Unterwegs stoppten wir an der archälogischen Ausgrabungsstätte Byllis. Diese liegt auf einer über 500 m hohen Bergkuppe zwischen Fier, Tepelena und Vlora. Diese antike Stadt wurde etwa im 11.Jahrhundert vor Christi gegründet. Mittlerweile wurden viele Ruinen ausgegraben und wir konnten alles genau anschauen. Zusätzlich gibt es einen atemberaubende Aussicht auf den Fluss Vjosa, die umliegende Berge und das entfernte Meer. Der Stopp lohnte sich richtig und diese Ausgrabungsstätte war für uns die Schönste von ganz Albanien.

Ausblick von Byllis

Traumhaft, oder? Der Ausblick von Byllis ist so atemberaubend.

Byllis Archälogische Ausgrabungsstätte Ausblick

Byllis Archälogische Ausgrabungsstätte

Ausgrabungen in Byllis.

Danach ging es weiter ins UNESCO Weltkulturerbe Gjirokaster. Dort schauten wir uns die Innenstadt an und gingen natürlich auch in die Burg, die über der Stadt thront. In den zwei Tagen dort besuchten wir dann noch die Ausgrabungsstätten von Antigone und Hadrianapolis.

Burg Gjirokaster Glockenturm

Blick auf die Burg von unserem Zimmer aus.

Gjirokaster bei Nacht

Blick auf die Altstadt von Gjirokaster bei Nacht.

Burg Gjirokaster Glockenturm

Blick von der Burg in Gjirokaster auf den Glockenturm und ein Stück vom Gebirge. Dort liegt auch die Ausgrabungsstätte von Antigone.

Unsere 3.Station: Ksamil im Süden kurz vor der griechischen Grenze

Dann ging es endlich ans ionische Meer zu dem Badeort Ksamil ganz im Süden Albaniens. Hier gibt es weiße Strände und türkisfarbendes, klares Wasser. Bis zur griechischen Grenze sind es nur etwa 24 km und der Blick aufs Meer ist auch immer ein Blick nach Korfu. Die Insel ist an der engsten Stelle nur etwa 4 km von Albanien entfernt und so wirkt es, als könnte man hinschwimmen.

Strand Ksamil

Unser Strand direkt vorm Hotel „Cerca del Mar“ in Ksamil.

Küstenabschnitt in Ksamil

Küstenabschnitt in Ksamil

Während unseres Aufenthalts besuchten wir die UNESCO Weltkulturerbestätte von Butrint, die Ausgrabungsstätte von Antigone, die Küstenstadt Saranda und das bekannte Blue Eye – Syri i Kalter. Hierbei handelt es sich um eine tiefe Quelle, die in wunderschönen Farben schimmert.

Bunker Denkmal in Saranda

Bunker Denkmal in Saranda

Den Rest der Zeit verbrachten wir mit baden und relaxen. Das Meer und das Wetter war bereits Ende Mai ausreichend warm um im Meer schwimmen zu gehen.

Unsere 4.Station: Vlora an der südlichen Adriaküste Albaniens

Weil wir uns dachten, dass fünf Nächte in Ksamil reichen würden, reisten wir danach weiter nach Radhime bei Vlora, etwa drei Autostunden weiter nördlich an der Adria.

Die Strecke dorthin führt fast die ganze Zeit am Meer entlang und gehört zu den schönsten Straßen Albaniens. Zu recht, denn die Aussicht ist phantastisch. Kurz vor Radhime geht der Weg dann quer durch die Berge über einen 2.000 m hohen Pass. Danach schlängelt sich die Straße schnell hinab ins Tal und zurück ans Meer. Die Fahrt ist ein Traum und lohnt sich.

Küste Radhime Orikum

Erster Blick auf die Küste vor Radhime und Orikum

Wir hatten geplant fünf Nächte in Radhime zu bleiben. Leider gefiel uns unser Hotel nicht so sehr, obwohl sich die Angestellten viel Mühe gaben. Der Strand war steinig (das wußten wir vorher und war okay), es war sehr windig, was wiederrum viel Müll an den Strand spülte und das Meer aufwühlte. Die Wellen in Kombination mit dem Müll und den Steinen gaben uns viel weniger von dem Karbikfeeling, welches wir in Ksamil so geliebt hatten. Nach zwei Nächten entschieden wir uns, dass wir hier unseren Urlaub nicht ausklingen lassen würden. Wir riefen unser schönes Hotel in Ksamil an und bekamen für drei Nächte noch ein Zimmer. Also packten wir kurzerhand unsere Sachen und fuhren drei Stunden zurück nach Ksamil. Ja, Pläne sind manchmal dafür da um geändert zu werden.

Während unserer Tage in Radhime, statteten wir der Stadt Vlora einen Besuch ab. Diese ist sehr aufgeräumt, aber hübsch und fußgängerfreundlich. Es gab viel zum Spielen für Karl und tolle Restaurants. Auch gibt es hier breite Strände, die sandig sind und sehr flach aussahen. Dann ging es für uns noch in die Lagune von Narta.  Hier kann man viele Vögel beobachten, aber insgesamt fanden wir die Lagune weniger interessant.

Springbrunnen Vlora

Springbrunnen in Vlora

Vloras Strand

Vloras Küstenabschnitt

Unsere 5.Station: die Hauptstadt Tirana

Zu guter Letzt zog es uns noch in die Hauptstadt Tirana. Auf der gut 4,5 Stunden langen Strecke machten wir einen Zwischenstopp in der UNESCO Weltkulturerbestätte Apollonia. Diese ist teilweise sehr interessant und war wieder ein lohnender Grund um sich die Beine zu vertreten.

Den letzten Tag verbrachten wir dann in Tirana. Es ging mit der Seilbahn hoch auf den Hausberg und danach hinab in die Welt der Bunker von BunkArt. Zu guter Letzt bummelten wir durch die Innenstadt und genossen das pulsierende Flair, dass die Stadt verströmt.

Skenderberg Platz Tirana

Relaxen auf dem großen Skenderberg Platz mitten in Tirana.

Fußgängerzone in Tirana

Fußgängerzone in Tirana

Friedensglocke und Pyramide in Tirana

Die Friedensglocke, welche aus alten Patronenhülsen gemacht wurde, vor der bekannten Pyramide mitten in Tirana.

Dajti Seilbahn Tirana

Die Seilbahnfahrt auf den Dajti dauert etwa 15 Minuten. Oben gibt es einen Ausblick über die ganze Stadt.

Unser Fazit zum Albanien-Urlaub

Albanien hat uns total abgeholt. Obwohl wir vorher schon schwärmende Berichte gelesen hatten, waren wir überrascht wie schön es wirklich dort ist. Dieses schöne, abwechslungsreiche Land ist mehr als eine Reise wert. Hier gibt es alles, was man sich wünscht und das zum sehr günstigen Preis. Die Menschen sind unglaublich freundlich und dabei überhaupt nicht aufdringlich. Das Essen ist sehr lecker und ein perfekter Misch zwischen italienisch, griechisch und kroatisch. Man könnte sagen, die Albaner haben alles integriert, was in anderen Ländern gut schmeckt.

Urlaub in Albanien ist bisher bei Westeuropäern relativ unbekannt, aber dies ist dabei sich zu wandeln. In den Sommermonaten Juli/August kommen die Reisenden aus den umliegenden Ländern zum Urlaub machen und auch in den anderen Monaten wird es langsam mehr. Und Albanien hat es verdient, es war ein wunderschöner Urlaub, den wir dir nur ans Herz legen können.

Warst du schon mal in Albanien oder hast du Fragen zu diesem Reiseziel? Wir freuen uns über deinen Kommentar.

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3 Kommentare zu “Albanien Urlaub – Alle Stationen unserer Rundreise durch ein unbekanntes Land
  1. Martina

    Vielen Dank für den inspirierenden Fotobericht! Nächsten Sommer möchte ich Albanien, Kroatien und Montenegro besuchen und Ihre Notizen werden sehr nützlich sein.

  2. Anna

    Klasse Bericht! Ohne blabla am Anfang, was es für Vorurteile gibt usw., also ohne die Standardeinführung bei den meisten Albanienberichte.;-)
    Vielen Dank! Es hat mir wirklich Spaß gemacht, einen so tollen Bericht über mein Land zu lesen.

    1. Nina Autor des Beitrags

      Hallo Anna,

      vielen lieben Dank für das tolle Feedback 🙂 Albanien war toll und es werden noch viele Berichte über deine Heimat folgen. Wir sind ganz verliebt in dieses schöne Fleckchen Erde mit allem was dazugehört.

      Viele Grüße, Nina

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