Auf Entdeckertour in der Stadt der Tempel: Bagan

Seit Jahren gehörte es zu unseren Träumen die Tempel von Bagan zu erkunden. Und jetzt war es endlich soweit: Unsere ersten Touren durch die Bagan standen bevor! Aufregende Tage in einer der schönsten Ecken der Welt erwarteten uns und unsere hohe Erwartungshaltung sollte nicht enttäuscht werden.

Bagan Tempel in Gerüst

Hintergrundinformationen zu Bagan

Bagan ist eine historische Königsstadt am Irrawaddy River in Myanmar, die im 9.Jahrhundert das Zentrum Oberbirmas war. Wobei Stadt es eigentlich nicht richtig trifft, es ist vielmehr eine größere Region die sich über etwa 40km² zieht. Das Besondere von Bagan sind die vielen Tempel verschiedenster Größen und Bauweisen, die sich überall finden lassen. Ehemals waren es über 6.000 Tempel. Heute sind noch etwa 2.000 davon erhalten und können größtenteils besichtigt werden.

Aussicht von einer anderen Tempelterrasse.

Sonnenuntergang in Bagan.

Die sogenannte Bagan Archaeological Zone ist 13x8km groß und der am meisten frequentierte Bereich Bagans. Um ihn zu betreten, ist eine Eintrittskarte notwendig. Sie kostet 25.000 Kyat und ist eine Woche lang gültig. Die Karte wird bereits bei Ankunft in der Region Bagan erworben, allerdings wurden wir nie kontrolliert.

Bagan selbst besteht heute aus drei Zentren, die alle ein paar Kilometer auseinander liegen. New Bagan liegt im Süden, Old Bagan besteht fast nur aus großen, sehr teuren Hotels, die zum Teil mitten im Tempelgebiet liegen und Nyaung-U ist das quirlige Travellerzentrum.

Transportmöglichkeiten in Bagan

Um Bagan zu erkunden gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Zu Fuß: Unser Hotel lag direkt am Rand der Archaeological Zone. Von dort war es möglich einige nahgelegene Tempel zu erkunden. Insgesamt ist die Region aber viel zu groß um sich zu Fuß auf den Weg zu machen.
  • Mit dem Fahrrad: An jeder Straßenecke und fast jedes Hotel wird Fahrradvermietung angeboten. Ein Fahrrad kostet ca. 2.000-3.000 Kyat (1,40€ – 2,10€) pro Tag. Die Fortbewegung damit ist spaßig und auch die Sandwege sind größtenteils sehr fest und gut befahrbar. Nachteilig ist, dass es meist sehr heiß in Bagan ist und die Hitze stark an der Kondition nagt, so dass eine lustige Fahrradtour irgendwann zum nichtendenwollenden Elend werden kann.
  • Mit dem E-Roller / Elektroroller: In Myanmar ist es verboten Motorroller an Touristen zu verleihen. Dieses Verbot gilt aber nicht für Elektromotoren und daher sieht man überall Besucher mit E-Rollern herumfahren. Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen, wobei die einen mehr Power haben und schneller unterwegs sind. Dafür benötigen sie mehr Strom und es muss einem bewusst sein, dass schnelles Fahren dazu führen kann, dass die Batterie nicht für den ganzen Tag reicht. Daher sollte man eher auf die kleine Version zurückgreifen. E-Roller kostet zwischen 6.000-12.000 Kyat am Tag (4,15€ bis 8,30€).
  • Mit der Pferdekutsche: Früher sind in ganz Bagan nur Pferdekutschen gefahren. Dieses traditionelle Fortbewegungsmittel wird immer seltener, aber noch gibt es sie. Die meisten Kutschen stehen in New Bagan vor den Hotels, aber man kann sie auch in den anderen Ortsteilen antreffen. Die Preise liegen bei etwa 25.000 Kyat am Tag (17,40€).
  • Mit dem Taxi: Das Taxi ist die bequemste Transportmöglichkeit in Bagan. Die Klimaanlage macht eine angenehme Temperatur und der Staub hat keine Chance. Aber wir sind der Meinung, dass zum ultimativen Bagan-Erlebnis auch die Geräusche der Natur erleben dazugehören. Das langsame Reisen lässt den Reisenden ein ursprüngliches Bagan erleben, dass uns sofort verzaubert hat. Dieses bleibt einem im Taxi verwehrt.

Um unser Abenteuer möglichst kinderfreundlich zu gestalten, entschieden wir uns die Tempel von Bagan mit der Pferdekutsche zu entdecken.

Tempel in Bagan

Tourist auf Elektroroller in der Archäologischen Zone.

Unterwegs mit der Pferdekutsche

Wir hatten uns also entschieden, dass die Pferdekutsche unser Fortbewegungsmittel sein sollte. Sozusagen eine Familienkutsche ; Roller fahren wäre auch eine Option gewesen, aber Nina ist ein Bewegungsanalphabet, fällt auch vom Fahrrad und Karl ist noch nie Roller gefahren. Also war uns das zu riskant, nachdem Nina schon in Yangon einen Unfall hatte.

Wir hatten im Vorfeld versucht uns über die „besten“ Tempel zu informieren und eine Auswahl zu treffen. Aber ganz ehrlich, bei über 2.000 Tempel waren wir schnell überfordert. Wir empfehlen euch aber gern den sehr informativen Blog von Dustin Main. Er war schon viele Male in Bagan und hat sehr interessante Beiträge über Myanmar, Bagan und verschiedene Tempel geschrieben.

Die Pferdekutsche hatte für uns also auch den Vorteil, dass wir uns nicht um die Auswahl der anzufahrenden Tempel kümmern mussten.  Um eine Kutsche zu buchen, kann man beim Hotel anfragen (manchmal stehen Kutschen auch direkt vorm Hotel und warten) oder man macht es so wie wir und hält einfach eine Kutsche auf der Straße an. Mitten in New Bagan fuhr unsere Kutsche an uns vorbei. Wir winkten sie ran, besprachen kurz, dass wir von 9-12 Uhr fahren wollten und das wars schon. Am nächsten Tag stand unser Fahrer Auau mit seinem Pferd Dodo pünktlich vorm Hotel. Bezahlt haben wir 15.000 Kyat (10,40€) für 4 Stunden. Vielleicht hätten wir Auau noch runterhandeln können, aber wir fanden den Preis angemessen und haben ihn daher ohne Verhandlung akzeptiert.

Auaus Pferdekutsche war mit Kissen ausgestattet und verfügte auch über ein Schatten spendendes Dach. Das Fahren damit ist etwas wackelig, aber wenn man sich auf das Geschaukel einlässt, ist es äußerst entspannend. Karl ist auf der Rückfahrt sogar eingeschlafen und konnte sich etwas hinlegen.

Bagan Pferdekutsche

Unsere Pferdekutsche mit Fahrer Auau, Pferd Dodo und unserem Karl. Vorn ist Platz für ein Kind und einen Erwachsenen, hinten können zwei Erwachsene nebeneinander sitzen.

Aussicht aus der Pferdekutsche in Bagan

Aussicht nach vorn während der Fahrt.

Mit 1PS ging es auf Sandwegen vorbei an vielen unterschiedlichen Tempeln. Das ist die perfekte Geschwindigkeit um alles auf sich Wirken zu lassen. Vögel zwitschern, Grillen zirpen, vorbeifahrende Menschen winkten uns zu. Überall erblickt man einen neuen Tempel, ein altes Gebäude oder auch mal eine Gruppe Kühe mit Hirten. Was für eine ruhige, wunderschöne Art zu reisen.

Bagan mit Kind

Uns allen gefielen die Tempel wirklich außergewöhnlich gut. Karl hatte seinen Spaß Buddha zu grüßen, Forscher zu spielen und die Tempel zu erkunden. Hier und da gibt es Aufgänge und manche Tempel können auch beklettert werden. Es ist empfehlenswert Taschenlampen mitzunehmen, damit man auch die dunklen Innenräume der Tempel beleuchten kann und ggf. Schlangen sieht. Besonders für Kinder wird es dann spannend und Karl wurde zum kleinen Entdecker.

Bagan Glocke

Nachdem die Burmesen uns die Glocke erklärt hatten, wurden wir aufgefordert sie zu benutzen. Ein großer Spaß für Karl: Drei Mal gegen schlagen für Glück, Gesundheit und Reichtum für die Familie. 

Nach unseren 4 Stunden ging es zurück ins Hotel, wo wir mit Karl Kinderzeit genossen. Meistens verbrachten wir ein paar Stunden im Pool beim Baden und abends ging es zu Fuß in die Stadt um etwas zu essen. So ist auch Kultur für Kinder genießbar und die gesamte Familie hat Spaß.

Insgesamt können wir nur empfehlen Bagan langsam zu entdecken. Besonders mit Kind in Myanmar ist es wichtig sich Zeit zu nehmen und lieber ein paar Tage länger an einem Ort zu bleiben. So kommen Eltern und Kinder zur Ruhe und können den Urlaub genießen. Schließlich ist man zur Erholung unterwegs und nicht um 10 Städte in 12 Tagen zu schaffen. Denn sein wir realistisch sind, Länder und Städte lernt man erst wirklich kennen, wenn man sich Zeit nimmt.

Eindrücke von Bagans Tempeln

Auf unseren vier Stunden Trips haben wir einige Tempel besucht. Auau hatte eine sehr gute Auswahl getroffen und wir hatten viele Tempel alleine für uns. Leider können wir euch nicht genau sagen, wie die einzelnen Tempel alle hießen und wo genau sie liegen, aber unsere Bilder vermitteln euch ein paar Eindrücke von dieser atemberaubenden Gegend.

Bagan Tempel

Eingang zum Tempel. Im Inneren führte ein Weg nach oben aufs Dach zum Ausguck.

Inneres eines Tempels

Inneres eines Tempels

Aussicht von oben

Aussicht von oben

Aussicht von oben

Eingang zum nächsten Tempel

Eingang zum nächsten Tempel

Eingangstor

Eingangstor. Schuhe müssen vorm Tempel stehen bleiben.

Buddha im Tempelinneren

Alte Buddhastatue in einer Wandnische

Bagan Pferdekutsche Pferd wartet

Dodo hat immer brav auf uns gewartet.

Zeichnungen hinterm Buddhakopf

Man beachte die alten Zeichnungen hinter dem Kopf von Buddha.

Karl bestaunt Buddha Figur

Karl auf Entdeckungstour

Tempel in Bagan

Hinter jedem Busch wartet ein neuer Tempel darauf entdeckt zu werden.

Tempel in Bagan

Bagan 12

Bagan 12

Liegender Buddha im Tempel

Dieser Buddha wurde sehr eng eingemauert um zu symbolisieren, dass sich der Erbauer dieses Tempels in seinem Leben wie im Gefängnis gefühlt hat.

Tempel in Bagan

Glocke in Bagan

Zeichnungen in Bagan Tempel

In jedem Tempel gibt es etwas zu entdecken, z.B. alte Zeichnungen.

Schnitzereien am Tempel

Oder schöne Schnitzarbeiten.

Drei Tempel

Tempel

Buddha

New Bagan Tempel

Aussicht von einer anderen Tempelterrasse.

Aussicht von einer anderen Tempelterrasse.

Das waren unsere ersten Eindrücke aus Bagan. Aber diese Stadt besteht nicht nur aus Tempeln. Sie hat noch mehr zu bieten. Was erfahrt ihr in unserem nächsten Beitrag.

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6 Kommentare zu “Auf Entdeckertour in der Stadt der Tempel: Bagan
    1. Nina Autor des Beitrags

      Hi Dustin, yeah it was sooo fantastic! We will return for sure! Thanks for the good provided informations on your website. I’ll love it!

  1. Pingback: Warum New Bagan als Familienreiseziel in Myanmar perfekt ist

  2. Pingback: Fototour in Bagan, dem Irrawaddy Fluss und atemberaubende Ausblicke

  3. Pingback: Über den Sonnenaufgang und eine Ballonfahrt in Bagan mit Kindern

  4. Pingback: Abenteuer auf der Insel Inwa / Ava und Enttäuschung an der U-Bein-Brücke / U-Bein-Bridge bei Amarapura

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