Die touristische Seite der Peloponnes: Tolo und Kandia

Bisher erlebten wir die Peloponnes nicht besonders touristisch. Dies änderte sich, als wir in Tolo auf der Ostpeloponnes ankamen. Wie wir die Stadt erlebt haben, erfahrt ihr hier.

Tolo in Griechenland

Unser letzter Stopp auf der Peloponnes war in Kandia nahe Tolo und Nauplion (Nafplio). Letztere Stadt gefiel uns sehr gut. Mit schönen Sehenswürdigkeiten und einer tollen Lage hat es Nafplio geschafft seinen Charme und die Authentizität zu bewahren, ohne vom Tourismus überrannt zu werden.

Ziegen auf der Peloponnes

Auf dem Weg von Finikounda nach Kandia gab es einen Stau….

Landschaft der Peloponnes

Ausblick von unterwegs.

Bei Tolo hat das augenscheinlich nicht so gut geklappt. Zugegebenermaßen haben wir während dieser Reise im Juni 2015 diesen Ort zum ersten Mal besucht, so dass wir früher und heute nicht wirklich vergleichen können. Also vielleicht war es dort schon immer so?

Während unseres viertägigen Aufenthalts in Kandia besuchten wir Tolo täglich. Der Grund ist einfach: Tolo hat einen schönen Sandstrand, der mit kristallklarem Wasser und einem pudrigen Sand punkten kann. Dazu fällt das Meer nur langsam ab, so dass wir gut mit Karl spielen und planschen konnten. Und dies ist in diesem Teil der Peloponnes nicht der Standard. Während wir auf der Westpeloponnes viele große, lange Sandstrände gefunden haben, waren diese auf der Ostpeloponnes eher Mangelware. Wir suchten etwas herum, aber blieben aufgrund mangelnder Alternativen am Ende in Tolo.

Tolo Peloponnes

Ausblick über Tolo

 

Dieser schöne Strand befindet sich an einem Ende der Stadt. Folgt man der Straße durch den Ortsteil am Meer, wird der breite Strand schnell schmaler bis auf ca. 3-4 m. Wir haben nicht nachgemessen und können die Breite aufgrund der dort stehenden Strandliegen nur schätzen. Sollte er also doch 5 m breit sein, so möge man es uns verzeihen.

Tolo Peloponnes Strand

Der Strand von Tolo. Der breiteste Teil liegt am Ortsende. Wer genau hinschaut, sieht im Hintergrund das Zentrum mit den Hotels.

Tolo Peloponnes Strand

Ausblick vom Strand aufs Meer. In der Woche ist es herrlich leer und ruhig.

Tolo Peloponnes Strand

Noch ein Bild von Tolo. Die Strandbilder sind unten rechts entstanden. Die Landschaft und die Natur im Norden der Peloponnes empfanden wir als nicht so schön wie im Süden, da es leider (wie im Hintergrund) viele recht kahle Hügel gab.

Landschaft auf der Peloponnes

Hier zum Vergleich ein Bild der Westpeloponnes. Diese üppige Vegetation gab es dort überall. Im Osten haben wir dies so nicht mehr gesehen.

Die Straße wandelt sich schnell zur Einbahnstraße. Links und rechts stehen sehr viele Hotels, Tavernen und Restaurants.  Außerdem gibt es eine Vielzahl an typischen Touristengeschäften mit T-Shirts, Badesachen und Mitbringseln. Die meisten Hotels wurden direkt ans Meer gebaut, so dass ein freier Blick auf den Strand nur möglich ist, wenn man durch die 2 m breiten Gassen schaut, die zwischen den Gebäuden frei gelassen wurden. Dafür hat man natürlich vom Hotel aus den schönsten Ausblick 😉 Die Preise in den Tavernen waren wegen der vielen Touristen höher als in anderen Gegenden. Griechen waren auf jeden Fall nur wenige dort unterwegs.

Tolo Peloponnes Hauptstraße

Die Hauptstraße in Tolo.

Tolo Peloponnes Strandzugang

Einer der Wege, die zwischen den Hotels in Tolo zum Stadtstrand führen.

Tolo machte auf uns einen sehr touristischen Eindruck und das ist einfach nicht die Art von Urlaubsort, der uns wirklich glücklich macht. Wir mögen lieber authentische Städte, in denen der Tourismus nur wenig auffällt und man auch am Leben der Bevölkerung (zumindest beobachtend) teilnehmen kann.

Wer aber einfach nach einem familienfreundlichen Ort am Meer mit schönem Strand sucht, wer gern alles vor der Tür hat und vielleicht ohne Mietwagen unterwegs ist, dem wird es dort sehr gefallen. Geschäfte und Lokale gibt es genug, so dass viel Abwechslung garantiert ist. Außerdem müssen wir hinzufügen, dass Tolo zwar touristischer ist als die Orte auf der Westpeloponnes, aber im Vergleich zu den typischen Urlaubsorten auf Mallorca und Co., ist es immer noch ruhig und beschaulich.

Urlaub in Dimitra’s Apartments in Kandia

Wie wir schon in dem Bericht zu Nauplion schrieben, übernachteten wir während unseres Aufenthalts an der Ostpeloponnes in dem kleinen Ort Kandia bei Dimitra’s Apartments*.

Kandia (oder auch Candia oder Kantia) liegt etwa 11 km östlich von Tolo. Die Fahrt führt durch eine hübsche hügelige Landschaft und ein paar urige Orte mit gemütlichen Tavernen. Nach etwa 20 min erreicht man dann Kandia. Dieses Dorf hat ein einige Tavernen am Strand, außerdem haben wir eine Bäckerei und einen kleinen Supermarkt gesehen. Völlig ausreichend, wenn man mit dem Mietwagen dort ist.

Weg von Kandia nach Tolo Peloponnes Natur

Auf dem Weg von Kandia nach Tolo.

Weg von Kandia nach Tolo Peloponnes

Tolo Peloponnes

Ist das kleine Gebäude eine Kirche oder ein Haus? Wir konnten es nicht erkennen.

Der Strand in Kandia ist kieselig bis steinig, besonders am Meeresbeginn.Ich gestehe, ich bin empfindlich. Wenn ich baden möchte, finde ich es schrecklich und schmerzhaft über Steine zu laufen. Natürlich wären Badeschuhe eine Lösung, aber das ist wiederum beim Schwimmen nicht wirklich komfortabel. Fazit, der Strand im Ort entsprach nicht unseren Vorstellungen. Wir blieben dort einen Nachmittag, aber so richtig Spaß kam nicht auf, so dass wir den schönen Strand in Tolo vorzogen.

Tolo Peloponnes

Der Strand von Kandia war eher kieselig im Vergleich zum Tolo Strand.

Empfehlen können wir aber Kosta’s Taverne* direkt am Strand. Die Aussicht ist schön, das Essen sehr lecker und die Preise waren fair.

Unsere Ferienwohnung bei Dimitra war nur etwa 30qm groß, was uns völlig ausreichte. Es gab sogar einen kleinen Balkon, auf dem wir gern frühstückten. Insgesamt war die Ausstattung eher spärlich, es gab zum Beispiel nur eine Herdplatte und auch das Besteck und Geschirr war abgezählt. Trotzdem können wir dieses Apartment weiterempfehlen, denn mit 30,-€ pro Nacht im Juni hatte es ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

Von Kandia aus machten wir auch unsere Ausflüge nach Nafplio, auf die Insel Methani und zur antiken Stätte von Epidaurus. Was es dort zu sehen gibt und ob der Trip lohnt, erfahrt ihr in unserem nächsten Bericht zur Peloponnes.

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