Kaikoura: Der perfekte Start unserer Neuseeland Rundreise mit dem Camper

In Kaikoura begann unsere Neuseeland Rundreise mit dem Camper und Kaikoura hat uns tief beeindruckt. Die spannende Tierwelt Neuseelands und atemberaubende Landschaften machen Kaikoura zu einem unserer liebsten Plätze in Neuseeland. Was wir erlebt haben, wo wir gecampt haben und wie Kaikoura unser Herz erobert hat, erzählen wir euch hier.

Start unserer Neuseeland Rundreise mit Camper

Beginnen wir beim Start unserer Rundreise. Nachdem wir einen Tag in Auckland waren und dort den Stadtteil Devonport erkundet haben, ging es für uns weiter nach Christchurch mit Air New Zealand. Am Flughafen angekommen, fuhren wir, nach Rücksprache mit unserem Campervermieter Wendekreisen, mit dem Taxi zu ihrem Büro. Dort warteten wir etwa eine Stunde, bevor wir den restlichen Papierkram erledigen konnten und unseren Camper bekamen. Es handelte sich übrigens um den Koru Star ST. Erst 2 Jahre alt und 67.000 km gelaufen. Also fast wie neu für neuseeländische Verhältnisse. Aber das Fahrzeug werden in einem extra Beitrag nochmal genauer vorstellen.

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Und nicht vergessen: Sagt, dass ihr von „Karl-reist“ kommt und erhaltet einen Special-Preis!

Zugegebenermaßen buchen wir normalerweise selten über Reisebüros, aber dieses Mal haben wir über die CamperOase* in Deutschland gebucht. Dies hatte verschiedene Gründe. Erstmal gab es dort tatsächlich eine sehr gute Beratung. Wir wurden auf Sachen hingewiesen, die uns so vorher nicht bewußt waren, angefangen vom Alter des Campers und die daraus eventuell resultierenden Probleme über die Ausstattung wie eine Gasheizung, die auch beim Freedom Camping funktioniert, bis hin zu der persönlichen Erfahrung des Teams mit den einzelnen Camperanbietern in Neuseeland. Und zu guter Letzt war die CamperOase auch noch günstiger als die direkte Buchung bei Wendekreisen. Besser geht’s nicht.

Dank der guten Erfahrung haben wir uns entschlossen eine Kooperation mit der CamperOase einzugehen. Kolja und sein Team finden zusammen mit euch den perfekten Camper. Fragt euer persönliches Angebot an und erhaltet einen Sonderpreis, wenn ihr den Promo-Code „karl-reist“ angebt.

Nach der Camper-Übergabe ging es für uns zum Supermarkt zum Einkaufen. Als nächstes hielten wir bei einem Spielplatz an. Während Sebastian und Karl tobten, räumte ich, Nina, unser Gepäck in die Schränke und die Einkäufe in Kühlschrank & Co. Das alles dauerte mindestens zwei Stunden. Unser Tipp an euch: Rechnet auf jeden Fall genug Zeit dafür ein, am Anfang ist es so schwer für alles einen Platz zu finden und sich häuslich einzurichten.

Danach ging es los. Wir fuhren mit dem Camper nach Kaikoura. Da wir wussten, dass wir danach wieder gen Süden fahren würden, wählten wir die Inland Scenic Route. Dafür bogen wir kurz vor Waipara auf die 7 und danach auf die 70. Für die 200km haben wir etwa 3 Stunden benötigt, wenn man die Zwischenstops verschiedenen Spielplätzen nicht mitzählt.

Kaikoura Inland Scenic Route Aussicht

Aussicht auf unserer Inland Scenic Route.

Übrigens: Neuseeland ist perfekt für Familien! Wir haben dort die besten Spielplätze überhaupt gesehen. Und sie sind leicht zu finden, denn meist stehen diese in einem Parkstück, das wiederrum direkt an der Hauptstraße ist, welche durch den Ort geht. Sprich, spätestens im Vorbeifahren sieht man den Spielplatz.

Unser Freedom Camping Platz in Kaikoura: Meatworks

Nach unserer Tour hielten wir in Kaikoura an der Esplanade. Hier gibt es die Kaikoura Primary School mit einem riesigen Spielplatz (Esplanade/Ecke Killarney Street). Dieser war öffentlich zugänglich und so spielten die Männer mal wieder, während ich das erste Essen in unserem Camper kochte. Das ging doch recht gut, auch wenn man zum Wasser kochen auf jeden Fall die größere Herdplatte nutzen sollte und ein Deckel ist auch Pflicht.

Kaikoura Esplanade Aussicht

Unser erstes selbstgekochtes Abendessen mit Aussicht. Schön, oder? Die Stille, die Weite, wir waren einfach nur total glücklich, dass unser Abenteuer gestartet war.

Leider ist Freedom Camping an fast allen Orten in Kaikoura verboten. Daher suchten wir in den CamperApps (z.B. CamperMate, KiwiCamps, Rankers) nach einen passenden Stellplatz und entschieden uns für Meatworks, etwa 17 km nördlich von Kaikoura.

Um dorthin zu kommen, folgten wir der 1 bis sie wieder aufs Meer trifft und bogen dort auf die Kiwa Road ein. Hier beginnt der Freedom Camping Spot Meatworks und zieht sich einige Hundert Meter am Meer entlang. [Update: Der Platz soll seit Mai 2018 geschlossen sein, weil sich einige Camper nicht benommen haben. Informiert euch also genau, bevor ihr ihn ansteuert.]

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Freedom Camping am Meatworks Strand bei Kaikoura. Das ist übrigens unser schöner Camper.

Nach einer ersten unruhigen Nacht, Jetlag und Schräglage sei dank (wir haben gelernt, dass wenn man etwas schräg steht, sollte man mit dem Kopf oben schlafen, da auch eine sehr kleine Schräge über die Länge der Nacht nervig werden kann), stiegen die Männer morgens um 6 Uhr aus um das erste Mal zu angeln (das ist übrigens am Meer kostenlos).

Kaikoura Meatworks Beach

Sebastian und Karl angeln, während der Tag langsam beginnt.

Nach einiger Zeit bekamen sie einen Besucher:

Kaikoura Meatworks Beach Furseal Pelzrobbe

Besuch am Morgen

Diese Pelzrobbe robbte etwa 10m von ihnen entfernt aus dem Meer und machte es sich am Strand bequem. Spätestens jetzt waren wir total verliebt in Neuseeland. Es war so ein tolles Erlebnis und wir beobachteten die Robbe einige Zeit. Sie war nicht scheu und hatte auch keine Angst, aber natürlich hielten wir den Abstand von 10m weiterhin ein, denn die Tiere können auch gefährlich sein. Aber für den Moment war es einfach nur wunderschön.

Danach machten wir uns auf, denn wir hatten einen Termin zum Wale beobachten!

Whale Watching Flight mit Air Kaikoura

Wir hatten im Vorwege über bookme.co.nz einen 40-minütigen Walbeobachtungsrundflug mit Air Kaikoura gebucht. Auf Bookme gibt es vergünstigte Eintritte für verschiedene Attraktionen oder auch Restaurants über ganz Neuseeland verteilt. So zahlten wir für einen 40-minütigen Flug nur 334$ (193,-€) anstatt 375$ (216,-€), die bereits für einen 30-minütigen Flug fällig werden. Teilweise sind noch viel größere Ersparnisse drin, einziger Nachteil: Man muss etwas früher buchen.

Wir hatten einen diesigen Morgen erwischt. Im Laufe des Tages wurde es noch ein wunderschönes Wetter, aber unser Flug startete im Nieselregen.

Kaikoura Rundflug Wal Walbeobachtung Whale Watching Neuseeland Südinsel

Start unseres Flugzeugs mit sechs Sitzen. Sebastian durfte neben dem Piloten sitzen.

Hier seht ihr unseren Start:

Ehrlich gesagt war mir vorher richtig mulmig zumute. Ich hatte die Befürchtung, dass das kleine Flugzeug stark schaukeln würde. Aber dem war nicht so. Der Motor war sehr laut, aber drehte brav seine Runden. Gute Kopfhörer hielten den größten Lärm ab und es war ein sehr ruhiger Flug, ohne Schaukeln, Wackeln oder ähnlichem.

Kaikoura Rundflug Wal Walbeobachtung Whale Watching Neuseeland Südinsel

Ausblick auf die Peninsula von Kaikoura. Nun stellt euch mal vor, wie schön es gewesen wäre, wenn wir Sonnenschein gehabt hätten.

Der Pilot sagte uns vorab, dass die Chance auf Wale schlecht standen, denn es wurden an dem Tag noch keine gesichtet. Zur Info: Die Fluggesellschaften sind in ständigem Kontakt mit den Whale Watching Bootstouren und stimmen sich ab. Die Boote „hören“ nämlich ein bestimmtes Klacken, welches Wale machen und können so die Tiere orten. An unserem Morgen war noch nichts zu hören gewesen. Wir hätten absagen können und hätten unser Geld zurückbekommen, aber wir entschieden uns es drauf ankommen zu lassen.

In der Luft hieß es dann Ausschau halten nach Walen. Wir suchten gemeinsam das Meer ab und hielten die Augen auf, ob wir eines der begehrten Tiere erspähen würden. Ehrlich gesagt war das etwas langweilig, denn die dichten Wolken machten, dass wir rund um ums herum nur weiße Wolken sahen und unter uns das Meer. So drehten wir etwa 30 Minuten unsere Runden, bis ich auf einmal einen Blauwal sah! Schnell dem Piloten Bescheid gesagt und schon drehte er sehr schräge, enge Runden über diesem majestätischem Tier. Der Wal schwamm ein Stück und tauchte dann wieder ab.

Kaikoura Rundflug Wal Walbeobachtung Whale Watching Neuseeland Südinsel Blauwal

Da ist unser Blauwal.

Wir sahen ihn gesamt etwa 3-4 Minuten, aber das war es total wert. Er war so schön und so groß, es war ein tolles Erlebnis. Ansonsten passierte nicht mehr viel, aber der Flug war etwas besonderes und wir haben uns gefreut, diesen mitzumachen.

Hier seht ihr unsere Landung:

Ein kleiner Tipp: Wenn ihr diesen Flug mit eurem Kind macht, nehmt ein Kissen oder ähnliches mit. Karl hatte einen eignen Sitz und saß sehr tief, so dass er nur knapp durchs Fenster schauen konnte. Ein dickes Kissen wäre hilfreich gewesen.

Kaikoura Rundflug Wal Walbeobachtung Whale Watching Neuseeland Südinsel

Das war unsere Maschine.

Whale Watching per Boot oder Flugzeug?

Nina ist 2005 schon einmal in Neuseeland gewesen und hat dort damals eine Waltour mit dem Boot gemacht. Hier könnt ihr den Bericht lesen. Es war sehr stürmisch und die Fahrt war nicht für Menschen mit Hang zur Seekrankheit geeignet. Wenn ein Wal zu sehen war, hielt der Katamaran an, es ertönte ein Geräusch und alle stürmten raus an Deck um die Wale zu sehen. Das war relativ chaotisch und stressig und ich würde sagen, es  ist nicht wirklich geeignet um mit kleinen Kindern Wale anzuschauen. Natürlich ist man näher an den Walen dran, was toll ist. Aber die Leute drängen sich natürlich alle nach vorne, so dass es bereits für Erwachsene schwer war immer etwas sehen zu können. Die Fahrt war trotzdem toll, aber wir wollten lieber den Flug mit dem kleinen Flugzeug testen.

Welche Option besser ist, muss jeder für sich entscheiden. Wir würden mit Kindern bis 6 Jahren das Flugzeug vorziehen.

Unser Abenteuer in Kaikoura geht weiter

Das war der erste Teil unseres Abenteuers in Kaikoura. Als nächstes besuchten wir die Robbenkolonien und machten eine Wandertour über die Kaikoura Peninsula. Aber darüber erfahrt ihr im nächsten Bericht mehr.

Pinterest Kaikoura

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6 Kommentare zu “Kaikoura: Der perfekte Start unserer Neuseeland Rundreise mit dem Camper
  1. Simone

    Wow, Nina, wieder so tolle Erlebnisse! Neuseeland ist Neuland für mich, aber neben der Landschaft sind es auch die Tiere, die mich extrem reizen. Durch die lange Anreise würde ich länger bleiben wollen und das ist grade nicht machbar.. aber wenn, dann auch nur mit Camper. Super, dass ich jetzt schon eine Adresse habe, wo man kompetent beraten wird. Vielen Dank! Ich freu mich auf die nächsten Berichte
    Vg Simone

  2. Alexandra Sefrin

    Neuseeland mit dem Camper, ist glaube ich, das einzig Sinnvolle, wie man dieses geniale Insel bereisen kann. Wir haben es in unserer Planung etwas nach hinten geschoben, denn die Schulferien an Weihnachten sind zu kurz, um dorthin zu fliegen. Aber ich freue mich schon jetzt darauf die tollen Landschaften und Tiere sehen zu können!
    Liebe Grüße

    Alex

  3. Auszeitgeniesser

    Liebe Nina,
    Neuseeland ist ein echtes Traumland und war eine meiner schönsten Reisen, die ich bisher erleben durfte.
    Eure Walbeobachtung aus dem Flugzeug ist natürlich ein echtes Highlight, was sich so leicht nicht toppen lässt.

    Landschaftlich zwar komplett anders, aber als Reiseland ebenso ein Erlebnis fand ich Namibia. Für mich ebenso ein WOW-Land wie Neuseeland.

    Liebe Grüße,
    Katja

  4. Bruno

    Whale watching vom Flieger aus kannte ich auch noch nicht. Eine sehr interessante Variante. Mit dem Camper ist es bestimmt auch die beste Reiseform.
    Viele Grüße
    Bruno

  5. Pingback: Kaikoura Neuseeland - Wandern mit Kind auf dem Peninsula Walkway

  6. Pingback: Farmyard Holiday Park bei Geraldine: Campingplatz für Familien Tipp!

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