Unsere Heimat – Levke erzählt von ihrer Insel Helgoland [Gastbeitrag]

Um schöne Landschaften und weite Strände zu entdecken muss man gar nicht weit fahren. Auch in unserer Heimat gibt es viel zu entdecken und wer könnte besser davon erzählen als die Einheimischen?

Levke, eine durch und durch Schleswig-Holsteiner Deern, schreibt in ihrem Brief über ihre Heimat Helgoland und sagt uns, wie ein Tagesausflug auf Deutschlands einzige Hochseeinsel aussehen kann.

Aussicht über Helgoland vom Leuchtturm aus

Aussicht über Helgoland ©Levke Paulsen

Ein Tagesausflug nach Helgoland

„Liebe Nina,

so langsam wird es Zeit. Die Schiffe kommen aus den Werften und auf Helgoland erwacht alles aus dem Winterschlaf. In wenigen Tagen eröffnen wir die Saison 2019. Dann werden täglich immer mehr Gäste mit den Seebäderschiffen für einen Tagesausflug oder auch einen Urlaub auf unsere schöne Insel kommen.

Ganz oft werde ich gefragt, WIE man denn nach Helgoland kommt und ob sich das überhaupt lohnt. Das WIE erkläre ich gern und ob sich das lohnt? Auf jeden Fall. Viele unserer erwachsenen Gäste erinnern sich, dass sie mal mit den Eltern oder Großeltern auf Helgoland waren und kommen mit den eigenen Kindern wieder.

Helgoland Heimat Schleswig-Holstein

Levke auf Helgoland ©Levke Paulsen

Felsen auf Helgolands Westseite

Felsen auf Helgolands Westseite ©Klaus Friedrichs

Leuchtturm auf Helgoland

Leuchtturm auf Helgoland ©Klaus Friedrichs

Robbenbaby auf Helgoland

Im Winter kommen die Kegelrobben nach Helgoland und bevölkern die Insel. ©Rolf Blädel

Wer aus Schleswig-Holstein kommt, kommt meist mit der Reederei Rahder-Eils über Büsum mit der „MS Funny Girl“ nach Helgoland. Parken kann man für 5,-€ am Tag direkt am Schiff. Aber Achtung- Dieses Schiff ist nicht barrierefrei. Kinderwagen und Gepäck müssen selbst getragen werden.

Aber es gibt eine kleine Spielecke für die Kinder. Trotzdem empfehle ich aber immer Malsachen oä. dabei zu haben. Die Schifffahrt an sich ist schon aufregend. Lange kann man die Silhouette von Büsum sehen, aber Helgoland sieht man noch lange nicht.

Nach etwas mehr als 1,5 Stunden kann man vor sich dann den roten Fels erkennen. Langsam wird die Insel immer größer und wenn man die Düne neben sich hat, ertönt die Durchsage, dass die Reede von Helgoland erreicht ist. Hier bleibt das Schiff, der Anker fällt mit Kettengerassel ins Meer. Das ist der Moment, wenn sich die Luken öffnen und man das Tuckern der Motoren der Börteboote hören kann. Die kleinen weißen Fischerboote bringen dann Passagiere und Gepäck sicher in den Hafen der Insel.

Unsere kleine Tochter schlief als Baby im Kinderwagen immer auf dem Börteboot ein, vermutlich weil es sie im Wagen so sanft hin- und herschaukelte. Wieder an Land macht man sich am besten erstmal auf den Weg ins Oberland und umrundet dort auf dem Klippenrandweg die Insel. Ein Fahrstuhl ermöglicht es auch mit Gepäck oder Kinderwagen bequem hoch zu kommen. Für ein kleines Entgelt ist man in 30 Sekunden oben. Alternativ nimmt an die Treppe mit 184 Stufen und vielen Möglichkeiten zu verschnaufen.

Hummerbuden Helgoland

Ein Teil von Levkes Familie an den bekannten Hummerbuden. ©Levke Paulsen

Eine herrliche Aussicht erwartet einen am Klippenrandweg und die ersten Seufzer „wie schön“ sind zu hören. Es ist doch beeindruckend auf einem 50 m hohen Fels in der Nordsee zu stehen, auf dem irgendwie alles zu finden ist. Kirche, Kita, Schule, Feuerwehr, Krankenhaus… die Kinder können sich hier oben austoben und es gibt so viel zu sehen. Schafe, Trottellummen, Basstölpel und natürlich die „lange Anna“.  Blick zu den Windparks oder zur benachbarten Düne.

Börteboote mit Hummerbuden im Morgenlicht

Börteboote mit Hummerbuden im Morgenlicht ©Marika Richters

Börteboot Helgoland

Levke bei einem Ausflug mit einem Börteboot. Im Hintergrund sieht man Helgoland. ©Levke Paulsen

Dünenleuchtturm Helgoland

Dünenleuchtturm ©Marika Richters

Helgoland Strand

Levkes Töchter am Strand. ©Levke Paulsen

Zurück im Dorf ist Zeit für ein Eis oder einen Kaffee, vielleicht auch zum Shoppen, denn hier wird zoll- und mehrwertsteuerfrei eingekauft. Im Unterland warten zwei Spielplätze auf die Kinder und ausreichend Sitzplätze für die Eltern sind auch da. Wer mag und noch Zeit hat, der kann auch noch einen der beiden kleinen Strände der Insel aufsuchen, noch ein paar Strandschätze finden oder die Füße ins Wasser halten. Dann heißt es meistens viel zu früh wieder: einbooten. Mit dem Börteboot zurück zum Schiff und dann mit vielen Eindrücken, vollen Tüten und viel frischer Luft in den Lungen zurück zum Festland.“

Helgoland

Levke und ihre jüngste Tochter auf einem Spielplatz auf Helgoland. ©Levke Paulsen

Helgoland Spielplatz

©Levke Paulsen

Helgoland Bücher

©Levke Paulsen

Lust auf einen Helgoland Ausflug?

Danke für den schönen Text, Levke. Das hört sich so schön an, wir werden auf jeden Fall  deiner Heimat in diesem Jahr auch einen Besuch abzustatten.

Falls ihr jetzt Lust habt einen Tagestrip oder direkt einen ganzen Urlaub in Helgoland zu verbringen, schaut doch mal auf die Website von Helgoland. Dort gibt es eine ganze Menge Infos: Helgoland.

Warst du schon Mal auf Helgoland? Wie hat es dir gefallen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

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