Göteborgs Sehenswürdigkeiten an einem Tag

Es ging los! Wir hatten neun Stunden Zeit um die Sehenswürdigkeiten Göteborgs zu entdecken und haben auf unserem Rundgang eine Menge gesehen.

Unser Schiff legte morgens gegen 9.15 Uhr in Göteborg an. Spätestens um 18.15 Uhr mussten wir zurück an Bord sein, sonst hätte die Stena Scandinavica ohne uns abgelegt. Genug Zeit um einen ersten Eindruck von Göteborg zu erhalten.

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Mit der Fähre in Göteborgs Innenstadt

Bereits in Göteborg hatten wir von der Stena Line einen Göteborg Reiseführer erhalten. Er enthielt einen empfohlenen Rundgang, der uns zu den Sehenswürdigkeiten Göteborgs bringen sollte.

Die Route war also klar. Um in die Stadt zu kommen hatten wir die Wahl zwischen der Straßenbahn und der Personenfähre Älvsnabben. Diese Fähre startet direkt vom Haltepunkt Klippan neben dem Stena Line Kai. Also ging es runter vom Schiff und direkt zur Fähre. Die wartete schon und nach einem beherzten Sprung aufs Deck legte sie ab. Nun ging es los. Die Älvsnabben befährt den Fluss Göta älv und steuert verschiedene Haltestellen an beiden Uferseiten an. Es war zwar recht kalt und windig, aber wir haben trotzdem vorn auf der Fähre gestanden und einen ersten Eindruck von Göteborg auf uns wirken lassen.

Die Stadt liegt direkt am Fluss, nahe am Meer und man sieht, dass sich viel auf dem Wasser abspielt. Viele Häuser wurden am Ufer gebaut und man kann viele Boote sehen. Insgesamt machte Göteborg einen ruhigen, gemütlichen Eindruck, der bei schönen Wetter wohl noch viel besser ist.

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Göteborg vom Wasser Fluß ausGöteborg vom Wasser Fluß ausGöteborg vom Wasser aus
Göteborg vom Wasser aus
Göteborg vom Wasser aus

Der Rundgang beginnt

Schließlich sind wir ausgestiegen und haben die Straßenbahn genommen um unseren Göteborg-Rundgang bei der Statue von Gustav Adolf zu beginnen und von dort direkt zum Kronhuset zu gelangen.

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Das Kronhuset wurde 1654 gebaut und ist Göteborgs ältestes Gebäude. Der Innenhof ist gesäumt von vielen kleinen Ateliers, in denen man gut stöbern kann.

Straßenbahn fahren in Göteborg

Wiedermal ein Highlight für Karl: Straßenbahn fahren!

Ältestes Gebäude in Göteborg Kronhuset

Im Innenhof des Kronhuset finden sich viele kleine Ateliers.

Detailansicht vom Kronhuset Göteborg

Weiter ging es durch kleinere und größere Straßen zu Göteborgs Dom „Domkyrkan“. Einen Dom hätten wir uns größer vorgestellt, aber er war innen sehr schön und erinnerte uns entfernt an den Hamburger Michel.

Domkyrkan Göteborg Dom

Innenansicht Domkyrkan Göteborg Dom

Innenansicht Domkyrkan

Frühstück auf schwedisch

Wir hatten immer noch nichts gegessen und als wir durch die Straße „Kungsgatan“ kamen, fanden wir ein kleines niedliches Cafe, in dem wir erstmal frühstückten.

Frühstück in SchwedenDas Gurkenwasser gab es kostenlos zum Trinken. Ein netter Service und interessanterweise schmeckt es wirklich intensiv nach Gurke. Die Teigteilchen waren ganz in Ordnung, wenn auch etwas zu trocken für unseren Geschmack.

Nach kurzer Rast ging unser Marsch weiter. Göteborg hat wirklich Charme und neben den offiziellen Sehenswürdigkeiten gibt es kleine Geschäfte und viele gemütliche Straßen zu entdecken. Hin und wieder erhascht man einen Blick auf den Fluss, und die Luft ist schön frisch.

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs.

Geschäfte in Göteborg

Baum auf Berg Göteborg

Highlight in Göteborg: Der Fischmarkt in der Feskekorka

Die Feskekorka ist eine Fischhalle, die einer Kirche sehr ähnlich sieht. Dies soll das fast religiöse Verhältnis der Göteborger zu den Schätzen des Meeres darstellen. Die Feskekorka wurde 1874 fertiggestellt und ist einen Besuch wert.

Innen erwarteten uns eine interessante Architektur und viele Fischtresen, an denen man die unterschiedlichsten Sorten frischen Fischs kaufen konnte. Es gab viele Snacks, und sogar vollständige Mahlzeiten wurden angeboten.

Feskekorka Fischhalle Fischmarkt Göteborg

Die Feskekorka beherbergt Göteborgs Fischmarkt.

Feskekorka Fischhalle Fischmarkt von innen Göteborg SchwedenFeskekorka Fischhalle Fischmarkt von innen Göteborg Schweden

Die Feskekora von innen

Göteborgs Innenstadt mit Kanal

Viele Kanäle durchziehen die Innenstadt.

Fische in der Feskekorka Göteborg Fischmarkt FischhalleFische in der Feskekorka Göteborg Fischmarkt FischhalleFische in der Feskekorka Göteborg Fischmarkt Fischhalle

Eindrücke aus Haga in Göteborg

Haga ist der älteste Stadtteil Göteborgs und wurde vor über 350 Jahren als Vorstadt angelegt. Mittlerweile ist Göteborg sehr gewachsen und Haga ist sehr gut zu Fuß zu erreichen. Hier findet man noch Häuser in der für Göteborg typischen Bauweise, unten Stein und oben Holz.

Wer es gern entspannt mag, ist in Haga genau richtig. Viele kleine Geschäfte, Antiquariate und schöne Restaurants reihen sich aneinander. Es ist sehr ruhig und viele Straßen sind für Autos gesperrt. Als wir durch die Straßen von Haga zogen, waren wir teilweise fast ganz allein. Überall kann man draußen sitzen und wem es zu kalt ist, der kann sich in eine Decke wickeln.

An einem Freitag im März halten sich die Touristenströme sehr in Grenzen. Aber wer mal nach „Haga Göteborg“ googelt, sieht, wie voll die Straßen in der Hauptsaison werden.

Haga Göteborg AltstadtHaga Göteborg Altstadt

Haga Göteborg AltstadtHinter Haga liegt ein für Göteborg wichtiger Hügel, Skansan Kronan. Von dort soll man eine gute Aussicht über die Stadt haben. Außerdem stehen da 23 Kanonen, die 1698 zu Verteidigungszwecken installiert wurden, aber (glücklickerweise) nie zum Einsatz kamen.

Möchte man auf den Skansan Kronan, muss man ziemlich steil bergauf gehen und zumindest auf der Seite, wo wir waren, war es ein unbefestigter Weg. Das war sehr rutschig und wir haben darauf verzichtet ganz nach oben zu klettern. Dafür haben wir auf dem kleinen Spielplatz am unteren Ende des Skansan Kronan Halt gemacht und Karl konnte sich erstmal austoben.

Spielplatz am Skansan Kronan

Das Beste kommt zum Schluss

Langsam wurde uns kalt und die Motivation rumzulaufen wurde geringer. Es war aber noch Zeit und was sollten wir tun? Wir hatten die Idee ins „Universeum“ zu gehen. Das größte Sciene Center Nordeuropas beherbergt eine riesige interaktive Ausstellung mit vielen Interaktionsmöglichkeiten für Kinder mit einer Art Zooteil, Aquarium, Spielplatz und vielem mehr.

Gesagt getan. Als wir ankamen, bestaunte Karl erst einmal die Dinosaurier Figur, die vor dem Universeum steht. Gleich daneben gab es auch einen Spielplatz, der natürlich wieder bespielt werden musste.

Dinosaurier vorm Universeum Göteborg

Dinosaurier vorm Universeum GöteborgNun stand die Entscheidung an, sollen wir reingehen oder nicht? Der Eintrittspreis von etwa 20€ pro Person ist schon eine Hausnummer, wenn man nur noch 2-3 Stunden Zeit hat. Außerdem wurde dort grade umgebaut und ein Schild neben dem Eingang sagte, dass nicht alles besichtigt werden kann. Hm, nein, das war uns nun doch zu teuer. Was also tun?

Da fiel mir ein, dass es hinter dem Universeum ein Museum gibt, welches einen tollen Kinderbereich hat. Also nichts wie los und nach 50m standen wir vor dem „Museum der Kulturen der Welt (Museum of world culture)“. Der nette Herr am Empfang bestätigte uns, dass der Eintritt kostenlos ist und es eine Ausstellung für Kinder gibt.

Das Museum der Kulturen der Welt haben wir hier in einem separaten Beitrag vorgestellt. Lasst euch nur schon sagen: Es war der Hammer! So etwas Tolles findet man nur sehr selten und dazu noch kostenlos. Es hat uns wirklich vom Hocker gerissen.

Nach dem Museum ging es für uns zurück zur Fähre. Unterwegs haben wir noch bei Lidl etwas Verpflegung für die Schifffahrt gekauft. Danach wurde noch schnell beim Dönermann zu Abend gegessen. Zwei Dönerteller, einmal extra Pommes und drei Getränke für etwa 20€. Das ist etwa das Preisniveau wie in Deutschland.

Wir hätten gern im schwedischen Restaurant gegessen. Wenn man zur Mittagszeit essen geht, bekommt man ein Essen mit Vorspeise für ca. 6-10€. Wir wollten aber um 18 Uhr wieder am Schiff sein und mussten die Rückfahrt einplanen. Also waren wir bereits gegen 16 Uhr essen, was eine schlechte Zeit für Restaurants ist, da dann alle geschlossen haben. Nächstes Mal sind wir schlauer. Da verzichten wir aufs Frühstück und beginnen mit einem Mittagessen im Restaurant.

Fazit Göteborg an einem Tag

Laut Guide dauert der von uns begonnene Rundgang etwa 2 Stunden. Wir haben auf der Strecke gebummelt, zwischendurch etwas gegessen und einen Ausflug ins Museum unternommen. Fazit, wir haben nicht den gesamten Rundgang geschafft und dadurch die klassische Innenstadt verpasst. Vermutlich ist es nicht so schade drum, denn Europas Innenstädte werden zunehmend von denselben Geschäften eingenommen und dadurch immer langweiliger.

Insgesamt hat uns Göteborg sehr gut gefallen. Es ist nicht sehr teuer und es gibt viel zu sehen. Wer länger als einen Tag bleiben möchte, der sollte sich mal den Artikel über das Radisson Blu Riverside von Monika und Petar anschauen, das Hotel ist perfekt gelegen und bieten einen hohen Standard.

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So ein Kurztrip mit dem Schiff ist ein tolles Abenteuer und wir haben uns auch von dem schlechten Wetter die Laune nicht vermiesen lassen. Bei richtig gutem Wetter ist es gewiss noch viel schöner und daher ist für uns schon klar: Das werden wir noch einmal machen. Dann werden wir uns Zeit nehmen und das Universeum besichtigen. Oder mit den öffentlichen Personenfähren raus zu den Schären, den kleinen Inseln vor der Küste, die alle zu Göteborg gehören, fahren. Es gibt erstaunlich viel zu entdecken und für Kinder gibt es genug Spielplätze und verkehrsberuhigte Straßen, in denen sie auch wild herumtoben können.

Wollt ihr wissen, wie die Anreise mit der Stena Line ab Kiel war? Das erfahrt ihr hier. Minikreuzfahrt nach Göteborg

Weiterführende Informationen
Unsere Empfehlungen für einen Göteborg Trip:

Reiseführer: Göteborg Reiseführer von Reise Know-How*
Schiffs-Buchung: Stena Line*
Sightseeing: 1 Tages Sightseeing Pass*
Sightseeing: Hop on/Hop off Bus Tickets*
Sightseeing: Hop on/Hop off Schiff Ticket*

Und Anita vom gailtalontour hat auch noch ein paar tolle Tipps für einen Trip in Göteborg.

[Dieser Artikel wurde zum ersten Mal am 16.Oktober 2016 veröffentlicht und zuletzt am 6.Februar 2020 aktualisiert.]

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