Die „Herr der Ringe“-Reise geht weiter – Antjes Rundreise auf Neuseelands Südinsel [Gastbeitrag Teil 2]

Antjes Rundreise geht weiter und führt sie quer über die Südinsel Neuseelands. Natürlich war sie weiter auf der Suche nach den Drehorten von Peter Jacksons Blockbustern „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“. Ob sie dabei erfolgreich war, erfahrt ihr im zweiten Teil ihres Reiseberichts.

Weiter geht’s ab Picton bis nach Collingwood

Nach der Ankunft im Picton holten wir gleich das neue Auto ab, denn wir mussten zu unserem neuen Hotel, der Abel Tasman Lodge* in Marahau am Abel Tasman National Park, fahren.

Ankunft im Hafen von Picton

Ankunft im Hafen von Picton

Auf dem Weg dorthin hielten wir in Nelson bei dem Juwelier Jens Hansen*, auch „The Ringmaker“ genannt. Er entwarf die Original Filmringe und einen davon duften wir in der Auslage bestaunen. Leider ist Jens Hansen verstorben, aber seine Nachfolger leiten das Geschäft weiter.

Tags darauf sind wir in Richtung Takaka Hill gefahren und haben die Ngarua Caves* besucht. Ein kleines Höhlensystem, welches trotzdem spannend war. Ein Stück weiter kam das Cafe  „The Woolshed*“. Super urig, eine alte Blechhütte und daneben ein paar Farmtiere. Als ein kleines schwarzes Lamm im Cafe um die Ecke gehopst kam und ich es füttern durfte, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Sooooooo niedlich!

in der Ngarua Cave

In der Ngarua Cave

Baby füttern *schmelz*

Baby füttern *schmelz*

Wir sind noch ein bisschen weiter Richtung Collingwood* gefahren und haben den Patons Rock Beach besucht. Herrlich einsam, wir waren fast alleine.

Patons Rock Beach

Patons Rock Beach

An der West Coast Richtung Süden

Am nächsten Tag ging es weiter zum Punakaiki Resort* im Paparoa National Park*. Unterwegs haben wir in Westport am Cape Foulwind* an der Seal-Colony angehalten. Und natürlich an den Pancake Rocks* und den Blowholes. Was sich die Natur wohl dabei gedacht hat?! Faszinierend ist es auf alle Fälle.

Cape Foulwind bei Westport

Cape Foulwind bei Westport

Pancake Rocks

Pancake Rocks

Ausnahmsweise, nach nur einer Nacht, ging es heute weiter Richtung Franz Josef Gletscher* zum Te Waonui Forest Retreat*. Ein richtig tolles Hotel, in dem man von einem Maori in Tracht begrüßt wird. Der Regenwald am Hotel wurde so gut wie möglich erhalten und schaut man aus dem Fenster, sieht man direkt in Bäume und Farnwedel.

Wir wollten gern einen Kiwi sehen. Aber da es sehr schwierig ist, einen Kiwi in freier Wildbahn zu sehen, sind wir vor Ort zum West Coast Wildlife Centre* gefahren und durften bei einer Führung hinter den Kulissen Kiwis bestaunen. Bei unseren Reisen unterstützen wir solche Aufzuchtprogramme gern. Es ist so wichtig dieses super putzige Wappentier zu erhalten. Danach sind wir noch zum Franz Josef Gletscher gelaufen. Kein kurzer Weg, da er sich leider immer weiter zurück zieht.

Wasserfälle auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher

Wasserfälle auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher.

Drehorte bei Wanaka

Nach einer Nacht ging es direkt weiter zum Grand Mercure Oakridge Resort* in Wanaka. Von Franz Josef nach Wanaka fuhren wir über den Haast Pass*, der sich als spannende Strecke herausstellte. Bevor wir zum Hotel fuhren, besuchten wir natürlich noch einige Herr der Ringe Drehorte:

  • Bei Tarras* wurde die Szene gedreht, wo Arwen und Frodo zu Pferd vor den schwarzen Reitern fliehen
  • Am Ski Gebiet Treble Cone* wurde eine Szene von der Wanderung der Gefährten gedreht.
  • Wenn man vom Seeufer von Wanaka* aus auf die umliegenden Berge schaut, sieht man das Nebelgebirge aus Herr der Ringe. Das Panaroma hat für eine Fluchtszene von Gandalf hergehalten.

Ausflüge in Te Anau

Am nächsten Tag ging unsere Reise bereits weiter zum nächsten Hotel, das Distinction Hotel & Villas* direkt am Lake Te Anau*.

Auf dem Weg dorthin hielten wir an der Bungee Anlage* von A.J. Hackett am Kawarau River* an. Dieser leuchtend blaue Fluss diente im Film als der Anduin. Dort haben wir einigen mutigen Springern zugesehen.

Bungee am Kawarau River

Bungee am Kawarau River

Unterwegs zum Milford Sound

Bei unserem Ausflug zum Milford Sound mussten wir nicht selbst fahren. Stattdessen buchten wir eine Tour mit Southern Discoveries*. Es war richtig toll! Unterwegs hielten wir an den Mirror Lakes*, den Spiegelseen, an. Wir begegneten Keas und sind mit dem Boot auf den Sound rausgefahren. Am Ende der Bootstour hielten wir am Unterwasserobservatorium* auf dem Milford Sound an. Dort kann man durch Acrylglasscheiben die Unterwasserwelt beobachten. Lohnenswert!

Kea Neuseeland

Besuch von einem Kea.

Spiegelseen Milford Sound

Weitere Spiegelseen auf dem Weg zum Milford Sound.

Mirror Lakes

Mirror Lakes (das Spiegelbild ist fast schöner als das Original),

Wasserfall im Milford Sound

Wasserfall im Milford Sound

Im Unterwasseraquarium im Milford Sound.

Im Unterwasseraquarium im Milford Sound.

Milford Sound

Leicht nass auf dem Milford Sound. Das Boot hatte zuvor unter einem Wasserfall gehalten.

Weitere Drehorte bei Te Anau

Wir hatten noch einen dritten Tag in Te Anau eingeplant, denn dort sind zahlreiche Drehorte in der Umgebung. Wir besuchten

  • an der Takaro Road bei Te Anau um den „Fangornwald
  • in der Nähe der Mavora Lakes* den Drehort „Verbrennung der Orks durch die Rohirrim am Fangornwald
  • den Mararoa River (wo der Silberlauf in den Anduin fließt)
  • an den Mavora Lakes im Wald (Amon Hen)
  • am Mavora Lake am Seeufer (Nen Hithoel)
  • am Waiau River (der Anduin).
Robin Vogel Fangornwald

Ein wenig scheuer Robin Vogel im Fangornwald.

Mavora Lake

Mavora Lake, den Blick durch die Äste erkennt ein Filmfan 😉 (Frodos Aufbruch alleine).

Mavora Lakes

Mavora Lakes

Himmel über dem Waiau River

Himmel über dem Waiau River

Dies klingt für „Nicht-Filmkenner/Fans“ wahrscheinlich etwas sehr verrückt, aber für uns war es traumhaft.

Drehorte bei Queenstown

Danach ging es weiter zum Hotel The Rees* in Queenstown*. Vom Zimmer aus hatten wir einen mega Ausblick über den Lake Wakatipu*.

Unterwegs hielten wir wieder bei verschiedenen Drehorten.

  • Am Twelve Mile Delta* liegt der Drehort von „Ithilien
  • bei Closeburn ein weiterer „Amon Hen“ Drehort.
Twelve Mile Delta Herr der Ringe

Twelve Mile Delta (auch diesen Ort erkennt ein Filmfan, wo Frodo, Sam und Gollum auf die Olifanten treffen).

An einem Tag sind wir ausnahmsweise getrennte Wege gegangen. Ich wollte als alter Reiter unbedingt in Queenstown ausreiten und mein Mann war froh, sich mal ein Tag ausruhen zu können.

Ausritte zu den Drehorten mit High Country Horses in Glenorchy

Als ging es los und ich wurde morgens von High Country Horses* am Hotel abgeholt. Mit weiteren Teilnehmern ging es nach Glenorchy*. Dort ist der Hauptsitz des Unterehmens und wir machten vormittags einen traumhaften Ausritt durch die atemberaubende Kulisse. Mein Glück war, dass unser Guide Kathrin aus Deutschland war, denn mein Englisch ist nicht das Beste.

Ich habe sie natürlich mit Fragen gelöchert, da wir an diversen Drehorten vorbei kamen. Nachmittags bin ich aus dem zweiten Stall von High Country Horses noch einmal ausgeritten. Dieser liegt weiter ausserhalb vom Ort und konnten vom Pferd aus weitere Drehorte sehen wie

  • Isengard
  • die Stelle an der Boromir gefallen ist
  • Beons Haus
  • und viele weitere.

Auch Narnia und X-Men wurden hier gedreht. Alles Film, die auch auch sehr mag. Ich war also voll in meinem Element und sehr glücklich.

Ausritt in Glenorchy

Ausritt in Glenorchy

Zuletzt durfte ich auf dem Hof eine zahme Hirschkuh streicheln. Wann kommt man schon mal so dicht an diese Tiere ran? Es war zauberhaft!

Rund um Tekapo

Dann ging es für uns weiter zum Peppers Bluewater Resort* in Tekapo*.

In Twizel hielten wir ausserhalb vom Ort an dem Drehort der „Pelennor Felder*“. Hier wurde die letzte, große Schlacht gedreht.

Bevor wir dann zum Lake Tekapo kamen, hielten wir am Lake Pukaki*. Mein Lieblingssee mit seiner türkis-blauen Farbe. Wir saßen eine ganze Zeit an seinem Ufer, mit dem Mount Cook im Hintergrund und genossen die traumhafte Aussicht.

Mount Cook

Mount Cook

Für den Abend abends hatten wir den Tipp bekommen, Sterne an der Church of the Good Shepherd* am Ufer des Lake Tekapo* zu gucken. Das taten wir und saßen dort dann auch eine ganze Zeit und freuten uns am anderen Ende der Welt zu sein.

Lupinen am Lake Tekapo

Lupinen am Lake Tekapo.

Am nächsten Tag sahen wir uns erst etwas in Tekapo um. Dann ging es hoch auf den Mount John um im Astro Cafe* Kaffee und Kuchen zu genießen. Der Ausblick von dort führt über den See und ist grandios. Auch etwas, was bei jeder unseren Reisen Pflicht ist.

Astro Cafe Mount John

Kaffee trinken im Astro Cafe auf dem Mount John mit Ausblick auf den Lake Tekapo.

Lake Tekapo Wolken

Am Lake Tekapo, wenn die Wolken oder der Nebel aussehen wie ein Waldbrand.

Abends nahmen wir an einer Führung zum Observatorium auf dem Mount John* teil. Eigentlich schaut man sich die Sterne unter freiem Himmel an. Bei unserem Besuch hatte sich der Himmel aber zugezogen und die Teleskope wurden nicht aufgefuhren. Stattdessen gab es dann eine Führung hinter die Kulissen und wir durften uns die Geräte so ansehen.

MOA Teleskop Neuseeland

Foto von Martin und Antje am MOA Teleskop, das größte Teleskop Neuseelands

Das Ende der Reise durch Neuseeland in Christchurch

Unsere Reise neigte sich dem Ende zu. Das letzte Hotel war das Peppers Clearwater Resort* in Christchurch*.

Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch den Mount Sunday* alias „Edoras“ und den Drehort vom „Helms Klamm“.  Auch so ein Ort, der unverkennbar für Filmfans ist.

Mount Sunday Edoras

Mount Sunday oder auch Edoras, Hauptstadt der Pferdeherren. Leider im Regen.

An unserem letzten freien Tag wollten wir gern mit Whale Watch Kaikoura* vor der Küste Kaikouras Wale beobachten. Leider ließ uns dieses Mal das Wetter im Stich und die Boote fuhren nicht raus. Stattdessen besuchten wir die Seal Colony von Kaikoura besucht. [Anmerkung von karl-reist: Unseren Reisebericht zu der Colony findet ihr hier.]

Seals in Kaikoura

Seals in Kaikoura

Dann sind wir zurück nach Christchurch, um uns dort die zerstörte Innenstadt anzusehen. Puh… das war schon bedrückend, wieviel dort beim Erdbeben kaputt gegangen war.

Christchurch eingestürzte Kathedrale

Christchurch, die vom Erdebeben 2011 eingestützte Kathedrale.

Avon River in Christchurch

Avon River in Christchurch

Schneller als gedacht kam unser Abreisetag. Da unser Flieger erst abends ging, sind wir noch mal raus nach Akaroa* gefahren. Eine traumhafte Ecke und ein schöner Abschluss. Dort sahen wir ein Schild fürs Schwimmen mit wilden Delfinen, etwas anderes würde für uns nicht in Frage kommen. Wir meinten nur: „Ach.. FALLS wir noch mal her kommen, machen wir das!“ Wer hätte gedacht, dass sich dieser Wunsch schneller erfüllen sollte, als wir uns das erträumt hätten…. doch dazu ein anderes Mal mehr.

Akaroa

Akaroa

Rückflug mit Emirates von Christchurch nach Hamburg

Zurück ging es wieder mit Emirates* von Christchurch über Sydney, Bangkok und Dubai nach Hamburg. Eines muss ich noch sagen: Weder hin, noch zurück hatten wir Jetlag. Wir schlafen allgemein auf den Flügen nicht oder nur wenig, um vor Ort richtig kaputt zu sein und abends totmüde ins Bett zu fallen. Eine Nacht Komaschlaf und wir sind nächsten Tag fit wie die Turnschuhe. Für uns ist das der beste Weg, aber vielleicht sind wir aber auch einfach nur Ausnahmen…. 😉

Küste von Neuseelands Südinsel

Küste von Neuseelands Südinsel

Fazit: es war genau so, wie wir uns das erträumt haben. Super liebe Menschen und traumhafte Natur. Besonders durch die Drehorte kamen wir in sehr einsame und abgelegene Ecken, es war grandios.

Für einige mag das alles stressig klingen, aber wir mögen es so. Wir brauchen das Abenteuer und wollen das Land sehen und erleben. Unterwegs sein in diesem atemberaubenden Land, am anderen Ende der Welt.

Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen? Dann berichte ich euch gern von unserer Reise Nummer 2, im Februar 2017. Es ging halt doch schneller als gedacht.

Viele Grüße, Eure Antje

Weitere Reiseberichte aus Neuseeland

Vielen Dank für den schönen Reisebericht, liebe Antje. Weitere Reiseberichte aus Neuseeland findet ihr hier. Möchtet ihr auch von eurer Reise erzählen? Dann hinterlasst einen Kommentar oder schreibt uns! Wir freuen uns sehr.

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