Einsame Peloponnes Strände und phantastische Aussichten in Methoni und Finikounda

Unsere Peloponnes Rundreise ging weiter. Es ging weiter in den Süden der Halbinsel, genauer gesagt nach Finikounda in der Region Messenien. Hier erwarteten uns traumhafte, menschenleere Strände und eine riesige Festungsanlage in Methoni.

Zwischenstopp auf dem Weg nach Finikounda an der Ochsenbauchbucht

Wir verließen Zacharo und fuhren weiter nach Finikounda auf der Süd-West-Peloponnes, etwa 110km südlich von Zacharo und nur 60km entfernt vom nächsten Flughafen in Kalamata.

Peloponnes Westpeloponnes Landschaft

Aussichten auf der Fahrt nach Finikounda.

Peloponnes Westpeloponnes Landschaft

Idyllisch, oder?

Auf dem Weg dort runter machten wir Halt an der berühmten Ochsenbauchbucht Voidokilia bei Navarino. Wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Bucht kreisrund (hier könnt ihr dies gut sehen). Dank der schmalen Öffnung zum Meer erwärmt sich das Wasser schnell, so dass man dort bereits im Frühjahr baden kann. Alles im allem hört sich das ziemlich paradiesisch an.

Vor Ort parkten wir an einer kleinen Straße. Dort standen wirklich viele Autos und sogar Taxis warteten auf ihre Fahrgäste. Auf unseren bisherigen Stopps auf der Peloponnes hatten wir bisher nur wenige Touristen gesehen, deshalb waren wir überrascht, so viele Fahrzeuge zu sehen. Aber wir machten uns auf und liefen einen kleinen Sandweg bis zur Ochsenbauchbucht. 

Ochsenbauchbucht Voidokilia Navarino

Sebastian und Karl beobachten Fische. Rechts ist der Sandweg vom Parkplatz zur Ochsenbauchbucht.

Dort angekommen fanden wir einen schönen Sandstrand mit flachem Wasser vor. Es war wirklich sehr schön, aber für unsere bisherigen Erfahrungen waren dort zu viele Menschen. Wenn ihr euch jetzt die Bilder anschaut, werdet ihr denken, wir sind verrückt geworden. Zugegebenermaßen, im Vergleich zu den Stränden auf Mallorca war an der Ochsenbauchbucht nichts los.

Ochsenbauchbucht Voidokilia Navarino

Ok, überlaufen ist anders. In der Ferne sieht man vielleicht 20 Menschen. Dort, wo wir fotografierten, lagen auch noch ca. 15 Leute. Eigentlich traumhaft, aber es ist kaum zu fassen, die anderen Ecken der Westpeloponnes waren noch schöner!

Ochsenbauchbucht Voidokilia Navarino

Blick auf die Ochsenbauchbucht.

Und wahrscheinlich hätten wir uns auch direkt in die Bucht verliebt, aber die anderen Peloponnes Strände, besonders die der Westpeloponnes, waren mindestens genauso schön, aber noch viel einsamer. Irgendwo in der Ferne gab es dort mal ein paar andere Badegäste, ansonsten war keiner zu sehen. Wir hatten uns bereits an diese Einsamkeit gewöhnt und deshalb überzeugte uns diese Bucht auch nicht richtig. Also machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren nach Finikounda.

Tsokas Hotel in Finikounda

Unser nächstes Apartment hatten wir in Finikounda in Tsokas Hotel. Dieses Hotel bietet kleine Apartments und Studios, einen großen Pool und einen Whirlpool. Das Hotel ist super und die Bewertungen versprechen nicht zuviel. Supernettes Personal, alles sehr sauber und hübsche Zimmer. Für 5€ pro Person kann man das Frühstück morgens mitbuchen. Es sei aber drauf hingewiesen, dass das Hotel echt toll ist, aber das Frühstück soll nicht so gut sein. Wir haben es nicht getestet und stattdessen jeden Morgen auf unserem kleinen Balkon gefrühstückt.

Tsokas Hotel Finikounda

Tsokas Hotel vom Pool aus gesehen.

Studio in Tsokas Hotel Finikounda Eingang

Der Eingangsbereich zu Tsokas Hotel.

Studio in Tsokas Hotel Finikounda Balkon

Der untere Balkon war unserer. Die Lage war nach Osten, so dass wir morgens Sonne hatten, aber nachmittags im Schatten lagen. Dadurch wurde unser Zimmer nie übermäßig heiß.

Da wir mit unserem zweijährigen Karl anreisten, bekamen wir extra ein großes, barrierefreies Zimmer im Erdgeschoss mit großem Bad und genug Platz. Für Karl gab es ein kostenloses Babybett und sogar eine Babybadewanne. Abgerundet wurde das Angebot durch eine kleine, sehr gut ausgestattete Küchenzeile und täglichem Reinigungsservice. Gegen die Mücken gab es Moskitorollos, so dass wir nachts mit offenem Fenster schlafen konnten. Alternativ hätten wir auch die Klimaanlage nutzen können. Alles in allem ein toller Service.

Studio in Tsokas Hotel Finikounda

Unser Zimmer.

Studio in Tsokas Hotel Finikounda

Unser Studio Zimmer hatte ein gemütliches Bett und es gab sogar ein großes, ausziehbares Sofa. Karl durfte im Babybett schlafen. Die Küche war sehr gut ausgestattet und modern.

Studio in Tsokas Hotel Finikounda Barrierefreies Bad

Eine Ecke von unserem ca. 6qm großem, barrierefreien Bad.

Wir hatten mit 49,50€ pro Nacht ein sehr günstiges Zimmer* ergattert. Der einzige, zu verschmerzende Nachteil war, dass unser Balkon zum Parkplatz zeigte, während die meisten anderen zum Pool schauten.

Tsokas Hotel liegt genau an der Hauptstraße, es ist aber trotzdem schön ruhig. Direkt daneben ist ein kleiner Tante Emma Laden, in dem man sich gut mit Getränken eindecken kann. Bis zum kleinen Strand in Finikounda geht man etwa 300m durch den Ort. Dort befindet sich auch eine Einkaufsstraße mit Tavernen und Geschäften. Insgesamt machte Finikounda einen tollen Eindruck auf uns und wir können einen Urlaub dort nur empfehlen. Mehr über diesen Ort findet ihr hier.

Finikounda Strand Stadtstrand

Der Strand in Finikounda ist sehr schmal, wird aber trotzdem zum Baden genutzt. Wir sind lieber zu den einsamen Stränden in der Umgebung gefahren.

Peloponnes Finikounda Innenstadt

Die Einkaufsstraße in Finikounda ist sehr schön. Wir waren natürlich wieder zur Mittagszeit unterwegs, deshalb wirkt es etwas unbelebt.

Peloponnes Finikounda InnenstadtPeloponnes Finikounda Innenstadt

Peloponnes Finikounda Taverne To Steki Salat

Immer wieder köstlich: Griecherischer Salat. Diesen haben wir in der Taverne To Steki neben der Einkaufsstraße in Finikounda gegessen. Das To Steki bietet einen gemütlichen Innenhof, der mit Wein überwachsen ist. Preislich war es auch ok, dieser Salat kostete ca. 5,00€.

Peloponnes Finikounda Taverne To Steki Moussaka

Außerdem gab es hausgemachte Moussaka für ca. 6€.

Peloponnes Finikounda Taverne To Steki Souvlaki

Und natürlich Karls Leibgericht „Laternenspieß“ = Souvlaki.

Landschaften und Peloponnes Strände nahe Finikounda

Die Gegend um Finikounda bietet viele Möglichkeiten zur Beschäftigung. Die Städte Methoni, Pylos und Koroni sind nicht nur wunderschön am Meer gelegen, nein, sie bieten auch tolle Sehenswürdigkeiten wie eine Burg im Meer, ein Kloster, welches unfassbare Aussichten bietet, und eine Bootstour, die ungeahnte Herausforderungen bot. Über Pylos und Koroni werden wir im nächsten Bericht schreiben. Die venezianische Festungsanlage von Methoni stellen wir euch weiter unten im Text vor.

Besonders hervorheben wollen wir aber die Strände in der Nähe von Finikounda. Allein auf der 6km langen Strecke nach Methoni boten sich zahlreiche Bademöglichkeiten, die perfekt für Familien sind. Flache Sandstrände, kaum Besucher und warmes Meer erwarteten uns an jeder Ecke. Dies alles ohne Kurtaxe oder Eintrittsgebühren, wie sie in Italien oder Dubai gern mal genommen werden. Hinzu kamen die wunderschönen Aussichten, die sich immer wieder boten, „Ach herrje, das ist hier so wunderschön“ gehört wahrscheinlich zum am meisten gesagten Satz unseres ganzen Urlaubs.

Peloponnes Finikounda Strand Montenegro

Der Strand ist direkt neben Finikounda. Von der Hauptstraße sind es nur 200m bis zum Parkplatz.

Peloponnes Finikounda Strand Montenegro

Es war Sand mit ein paar kleinen Kieseln, die aber kein bisschen stören. Das Wasser war klar und wird nur langsam tiefer. Hier sieht man, was wir mit einsam meinen. Auf dem gesamten Abschnitt sieht man nur zwei weitere Gäste.

Und es war auch so schön. Die Blumen blühten überall, Zypressen, Kräuter und Geranien säumten die Wege und dazu das wunderschöne, türkise Meer. Wir sind wirklich schon viel gereist, aber die Landschaft der Westpeloponnes im Juni schlägt alles bisher Gesehene. Was für ein wunderschöner Fleck Erde!

Peloponnes Methoni Finikounda Aussicht

Ausblicke auf der Fahrt von Finikounda nach Methoni.

Aber bevor wir noch mehr erzählen, lasst euch einfach von unseren Bilder bezaubern:

Aussicht auf Ntivari Beach bei Pylos Golden Sand

Aussicht auf die Bucht bei Pylos. Unser Lieblingsstrand Ntivari Beach ist genau in der Mitte des Bildes.

Golden Sand Pylos Ntivari Beach Strand

Unser absoluter Lieblingsstrand auf der Westpeloponnes: Ntivari Beach, Golden Sand, bei Pylos.

Golden Sand Pylos Ntivari Beach Strand

Es ist niemand zu sehen, das Wasser war so warm und klar. Was für ein Paradies!

Golden Sand Pylos Ntivari Beach Strand

Traumhaft, oder?

Golden Sand Pylos Ntivari Beach Strand

Nochmal in Nahaufnahme.

Golden Sand Pylos Ntivari Beach Strand

Und da war unser Platz. Vielleicht seht ihr unseren gestreiften Sonnenschirm zwischen all den Menschenmassen 😉

Die Burgfestung von Methoni

Einer unserer Ausflüge führte uns nach Methoni zur alten venezianischen Burgfestungsanlage. Bereits auf dem Weg dorthin sieht man die Festung mitten im Meer stehen und diese dramatische Lage fesselt den Blick immer wieder.

Peloponnes Methoni Burg Festung Strand

Methoni Stadt. Die Burg ist im linken, nicht sichtbaren Bereich.

Peloponnes Methoni Burg Festung Strand

Die Burg von Methoni

Um dorthin zu gelangen, folgt man am besten den Schildern. Sie führen zu einem kostenlosen Parkplatz direkt an der Bucht von Methoni. Dort gibt es ein paar Fischerboote, einen Spielplatz und einen breiten Sandstrand mit sehr flachem Wasser. Hinzu kommt die schöne Aussicht auf die Festung und die Burgmauern.

Peloponnes Methoni Burg Festung Strand

Der Stadtstrand von Methoni ist sehr breit und schön. Vorn im Wasser war teilweise etwas Seegras, aber das störte nicht weiter.

Peloponnes Methoni Fischerboot

Fischerboot im Hafen von Methoni

Vom Parkplatz läuft man nur einige Meter bis zum Eingang der Festung. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Eingang zur Festungsanlage

Peloponnes Methoni Burg Festung

Hier geht es lang um ins Innere der Anlage zu gelangen.

Die gesamte Anlage wurde im 12.Jahrhundert gebaut. Vieles ist sehr gut erhalten und ein paar Gerüste wiesen darauf hin, dass es auch Restaurierungsarbeiten gibt. Den Besucher erwartet eine Kirche und die beeindruckende Festungsmauer, die teilweise betreten werden kann. Der Weg zur Burg im Meer führt durch die schöne Natur, die immer wieder den Blick aufs Meer freigibt.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Und so sieht es im Inneren der Anlage aus. Viele Pflanzen, ein paar Sandwege und außen herum sind die Festungsmauern.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Die Festungsmauern aus dem Inneren der Anlage gesehen.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Im Hintergrund seht ihr die Kirche der Festung, die noch in Betrieb ist.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Da unten geht es durch zur Burg.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Und dann schließlich erreicht man die Burg. Sie kann auch durch einen dunklen Treppenaufgang betreten werden. Dort ist nicht viel zu sehen, aber das alte Gemäuer wirkt dort schon etwas gruselig. Anstatt dort hoch zu gehen kann man auch einen Weg um die Burg wählen. Er führt einmal herum und bietet phantastische Aussichten auf das klare, türkise Wasser und auf Methoni.

Aber was erzählen wir, auch wenn Bilder die Schönheit nur teilweise wiedergeben, so geben sie euch doch einen guten Eindruck von der Gegend:

Peloponnes Methoni Burg Festung

Und da ist die Burg auch schon.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Es gibt tatsächlich auch Bilder von mir 🙂

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Hier nochmal der Weg. Dieses Mal von der Burg aus gesehen.

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Peloponnes Methoni Burg Festung

Wenn man sich die dunkle, steile Treppe hochtraut, sieht man das Innere der Burg. Zugegebenermaßen unspektakulär, aber irgendwie gruselig.

Weitere Ausflugsziele Pylos und Koroni

In den anderen Tagen vor Ort genossen wir täglich die Peloponnes Strände und machten Ausflüge in die Städte Pylos und Koroni. Diese Orte haben auch sehr viel Charme und können mit der Schönheit von Methoni mithalten. Kaum zu glauben, oder? Also lasst euch von uns in unserem nächsten Bericht überzeugen.


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Ein Kommentar zu “Einsame Peloponnes Strände und phantastische Aussichten in Methoni und Finikounda
  1. Pingback: Unsere Peloponnes Rundreise: Westpeloponnes Zacharo, Olympia

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