Drei schöne Reisemomente mit Kind in Thailand

Reisen ist wunderbar. Es bildet, erweitert den eigenen Horizont und gibt uns wunderschöne Erinnerungen und Erlebnisse, von denen die Seele ewig zehren kann. Deswegen machen wir heute bei der Blogparade von barbaralicious mit, bei der es um die „Drei schönsten Weltreisemomente“ geht.

Ausblick vom Wat Tang Sai Temple bei Ban Krut, Thailand. Meer, Strand Tempel

Ausblick vom Wat Tang Sai Temple bei Ban Krut, Thailand.

Da wir mit Karl noch keine Weltreise gemacht haben, werden wir einfach mal die schönsten Reisemomente nennen, die uns bewegt haben und uns immer wieder glücklich machen.

Unser einsamer Privatstrand bei Khao Lak

Thailand hat viele wunderschöne Strände. Auf unserer zweimonatigen Thailand- und Kambodscha-Reise haben wir viele Kilometer Strand gesehen und ausgiebig mit Karl getestet. Aber unseren absoluten Lieblingsstrand dieser Reise haben wir etwa 40km südlich von Khao Lak bei dem Ort Thai Mueang gefunden.

Warum ist er unser Lieblingsstrand geworden? Ganz einfach: Er war sehr breit, hatte eine schöne Farbe und war so einsam, dass wir uns so fühlten, als würden die vielen Kilometer Strand nur uns gehören. Es gab keine anderen Fußabdrücke, keine Autos und wir haben nur das Meer rauschen gehört. Die Tage, die wir an dem Strand verbracht haben, waren windig, teilweise stürmisch, so dass baden nicht möglich war. Damit muss man rechnen in der Regenzeit in Thailand. Aber das tat dem Strand keinen Abbruch. Es war so friedlich dort, das Meer wild und wir haben viel Zeit damit verbracht aufs Meer zu schauen und mit Karl im Sand zu buddeln.

Um dorthin zu kommen, mussten wir von dem Ort Richtung Meer fahren. Direkt dort, wo die Straße aufs Meer trifft und eine scharfe Kurve macht, lag ein kleines Thairestaurant direkt am Strand. Dort haben wir perfekt zu Abend gegessen, unser lieber Karl konnte im Sand spielen, wir haben dabei aufs Wasser geschaut und den Sonnenuntergang genossen. Ach, ich könnte ewig weiterschwärmen, aber seht euch unseren Strand doch selbst an:

Strand bei Thai Mueang

Unser Lieblingsstrand

Im Weltkulturerbe und Vogelschutzgebiet Si Satchanalai

Sukhothai ist eigentlich allen Thailand Reisenden ein Begriff. Das Unesco Weltkulturerbe ist aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um einen Park mit Tempeln und Ruinen aus der damaligen Hauptstadt des Königreiches Sukhothai.

Auf dem Weg von Chiang Mai nach Sukhothai kamen wir an einem Schild vorbei: Si Satchanalai Uneso Weltkulturerbe. Hä? Noch ein Weltkulturerbe? Und wir hatten noch nie von diesem Ort gehört. Nun übernachteten wir in einem kleinen, niedlichen Guesthouse, welches direkt zwischen Sukhothai und Si Satchanalai liegt. Da wir Zeit hatten, fuhren wir mal in diesen schwer aussprechbaren Park um zu sehen, was es da so gibt. Und was sollen wir sagen? Er ist zu einem unser absoluten Lieblingsplätze in Thailand geworden.

Kurz zum Hintergrund: Si Satchanalai wurde 1250 gegründet und war vom 13. bis 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Städte im Königreich Sukhothai. Heute findet man in dem Historical Park viele Ruinen, die teilweise sehr gut erhalten sind.

Was diesen Park so besonders und auch interessant für Kinder macht, ist die Lage, denn heutzutage ist das Gebiet ein Vogelschutzgebiet.

Es gibt einen Hügel, auf dem der Tempel Wat Khao Phnom Pleun steht. Um dorthin zu kommen, mussten wir eine alte, hohe Treppe erklimmen. Oben angekommen standen wir mitten im Dschungel. Um uns herum war nur Grün und Weiß zu sehen. Weiß? Ja, denn hier oben wird schnell klar, wieso es sich um ein Vogelschutzgebiet handet. Überall sind Vögel, größtenteils Schreitvögel wie der Kuhreiher, Seidenreiher und der Silberklaffschnabel aus der Familie der Störche.  Es ist unglaublich laut, das Gekreische und Gezwitscher füllt die Stille mit lauten Geräuschen aus und macht den Ort gleichzeitig magisch.

Schreitvogel im Historical Park Si Satchanalai

Ein Vogel im Historical Park Si Satchanalai

Die Tempel sind nicht immer leicht zu besichtigen. Aber Kinder und auch wir sind mit dem Entdeckergeist von Indiana Jones ausgestattet und so haben wir unseren Weg erobert, vorbei an Lianen, unter Ästen hindurch und über Äste hinweg. Und es lohnt sich. Nach kurzer Zeit erhebt sich der große Tempel mitten im Dschungel. Wir waren sehr erstaunt, wie so ein großes Gebäude dort stehen konnte, ohne dass wir es bereits von weitem oder von unten sehen konnten. Der Tempel ist gut erhalten und auch hier gibt es für Kinder viel zu entdecken. Treppen führen nach oben und eröffnen eine schöne Aussicht.

Wat Khao Phnom Pleun Si Satchanalai

An Sebastian und Karl auf den Treppen erkennt man gut, wie groß der Tempel Wat Khao Phnom Pleun eigentlich ist.

Wie ihr gemerkt habt, ist der Berg-Tempel unser Lieblingstempel gewesen. Aber auch der Rest von Si Satchanalai ist sehenswert. Andere Tempel warten darauf besichtigt zu werden. Es ist besonders schön, dass dieser Historical Park viel weniger als Sukhothai besucht wird und man so alle Sehenswürdigkeiten alleine entdecken kann. Außerdem ist alles etwas wilder und grüner. Fazit: Dieser Park ist eine Reise wert, für Erwachsene und Kinder gibt es dort sehr viel zu entdecken und zu erforschen.

Reisen und Leben ohne Uhr und Stress

Unser schönster Reisemoment ist immer das Reisen ohne Zeitdruck und dass wir uns einfach treiben lassen können. Wir schalten am besten ab, wenn wir viel Zeit haben und möglichst wenig feste Pläne. Wenn wir uns die Zeit nehmen können, spontan über einen Markt zu gehen oder einfach ein paar Stunden auf einem Spielplatz zu verbringen.

Sagen wir es, wie es ist. Heutzutage sind viele Menschen unter Druck und Stress. Die Zeit sitzt einem ständig im Nacken. Bereits morgens auf der Fahrt zum Kindergarten oder zur Schule und zur Arbeit beginnt der Stress die Zeiten einzuhalten. Meist reiht sich ein Termin an den nächsten und das Nichtstun bleibt auf der Strecke. Wenige nehmen sich Zeit um mit ihren Kindern auf dem Boden zu sitzen und Eisenbahn zu spielen. Oder einfach mal in die Luft zu schauen und zu überlegen, welche Figuren die Wolken grade bilden. Hinzu kommt das ewige Gefühl des Verpassens, wenn man nicht andauernd das Handy checkt. Ertönt dann ein Bimmeln einer ankommenden Nachricht, wird man nervös und möchte sofort nachschauen. Wusstet ihr, dass Erwachsene etwa 100 Mal am Tag aufs Smartphone schauen? Geht man von einem Wachzeitraum von 16 Stunden am Tag aus, wird etwa alle 10 Minuten das Telefon benutzt.

Im Urlaub heißt es daher, entschleunigen um den Kopf freizubekommen und die Möglichkeit zu haben, alles Erlebte zu verarbeiten. Es beruhigt und entspannt, wenn man nicht den Druck fühlt, dass man etwas verpassen könnte. Das Leben zu Hause geht auch ohne uns weiter und wir müssen nicht über alles informiert werden. Urlaub ist für uns auch dazu da um einfach mal nichts mitzubekommen. Denn egal was passiert, egal, ob Ulrikes Waschmaschine kaputt gegangen ist, egal, ob Maike die Treppe runtergefallen ist oder ob Harald und Steffi sich wieder gestritten haben, besonders im Urlaub werden wir nichts dagegen machen können. Was passiert also, wenn wir solche Nachrichten in unseren Ruhephasen erhalten? Wir sorgen uns, versuchen, aus der Ferne zu helfen, sind unruhig und mit den Gedanken zu Hause. Die benötigte Erholung bleibt aus, der Kopf hat keine Möglichkeit, mal frei zu werden und einfach mal an nichts zu denken.

Von daher bleibt unser Smartphone im Urlaub im Hotel oder ausgeschaltet. Bei echten Notfällen sind wir telefonisch erreichbar und ansonsten kommen unsere Lieben zu Hause ganz gut ohne uns aus.

Besonders bei Reisen mit Kind entdeckt man als Erwachsener ganz neue Dinge. Der Spieltrieb der Kinder, das Klettern in Ruinen und Bestaunen von alltäglichen Sachen, lassen auch uns Erwachsene die Welt  neu entdecken. Deshalb ist ein Urlaub mit Kindern besonders spannend und schön, denn so entdecken wir wieder das Kind in uns.

Bild Ausblick vom Wat Tang Sai Temple bei Ban Krut, Thailand. Meer, Strand Tempel

Sebastian genießt die Ruhe und den schönen Ausblick vom Wat Tang Sai Temple bei Ban Krut.

Und wir genießen die Zeit und die Ruhe. Es ist so entspannend sich unbekannte Orte anzuschauen und dem Treiben auf den Straßen zuzuschauen. Witzigerweise sind wir auch an extrem lauten Plätzen, wie Märkten, entspannt. Das Stimmengewirr ist für uns nicht verständlich und trotzdem füllt es den Kopf. Wir tauchen ein in die fremde Welt und lassen uns treiben um am Ende ausgeruht, entspannt und glücklich wieder nach Hause zu kommen.

Was ist euer liebster Reiseort? Oder habt ihr ein Lieblingsreiseerlebnis? Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

9 Kommentare zu “Drei schöne Reisemomente mit Kind in Thailand
  1. Pingback: Meine Top-3-Momente: Happy auf Weltreise

  2. Susanne

    Thailand hat mich bisher nicht wirklich gereizt, wen es an die Urlaubsplanung denke. Aber wenn ich dann so schöne Artikel lese, überlege ich, ob ich nicht doch mal hinfliegen möchte. Der Tempel ist schon beeindruckend.

    1. Nina Autor des Beitrags

      Hallo Susanne,

      Thailand ist so wunderschön und es gibt so viele tolle Orte, es lohnt sich wirklich dorthin zu fahren. Der Tempel ist nur ein Beispiel für die ganzen anderen tollen Tempel bei Si Satchanalai.

      Die ganz touristischen Plätze wie Phuket und Pattaya gefallen uns nicht so sehr. Aber die etwas weniger touristischeren Ecken sind wunderbar. Meld Dich gern, wenn Du mal einen Tipp benötigst.

      Viele Grüße, Nina

  3. Maria

    Von Si Satchanalai hatte ich bis heute noch nichts gehört, auch wenn viele meiner Freunde bereits in Thailand gewesen sind und viel erzählt haben. Lesen bildet, wie sich das immer wieder zeigt… Die Strände sind wunderschön und ich wünsche mir manchmal auch, so schön zu entschleunigen und nicht mehr alle 10 Minuten aufs Handy zu gucken 😉 Wenn ich aber mal irgendwo bin und tatsächlich die Zeit zum Nichtstun habe, wird mir auch schnell langweilig und ich setze mir selbst wieder Ziele und Termine… wie man’s macht, macht man’s falsch *hehe*
    Irgendwann komme ich auch mal nach Thailand und vielleicht komme ich auch in der Nähe dieser weiten, unbekannten Strände.
    Viele Grüße
    Maria

    1. Nina Autor des Beitrags

      Hallo Maria,

      uns war Si Satchanalai auch kein Begriff, eigentlich wollten wir nur nach Sukhothai. Aber als wir dann das Schild zum UNESCO Weltkulturerbe sahen, mussten wir direkt mal hin. Und es lohnt sich so sehr. Also direkt auf deine Bucket-List setzen, bitte 😉

      Liebe Grüße, Nina

  4. Elena

    Liebe Nina,
    der Privatstrand bei Khao Lak sieht ganz toll aus und würde mir auch gefallen. Ich versuche im Urlaub auch, die Termine auf ein Minimum zu beschränken und schalte das Telefon zumindest auf lautlos. Aber je schöner die Landschaft bzw. die Bauwerke, desto leichter gelingt es mir abzuschalten. Ich freue mich schon jetzt wieder auf meine Strand-Tage, denn wie jedes Jahr werde ich die 1. 3 Tage NICHTS tun – nicht einmal lesen 🙂
    Danke für den schönen Artikel!
    Viele Grüße
    Elena

  5. Karin

    Hallo Nina,

    ich war noch nie in Thailand, habe aber große Lust darauf! Das Vogelschutzgebiet mit dem Tempel finde ich wahnsinnig toll, das wäre ein Ziel ganz nach meinem Geschmack, da ich die Verbindung von Geschichte und Natur über alles liebe.

    Hoffentlich werde ich das bald mal live erleben können 🙂

    LG aus Italien, Karin

  6. Klaus Reuss

    Hallo Nina,
    der Tempel im Urwald begeistert mich! Und vor allem, wie du erzählst, wie das für die Kinder ist und was ihnen alles gefällt. Wir sind jetzt zu fünft, und da ist ganz toll, solche Tipps zu bekommen.
    Liebe Grüße
    Klaus

  7. Alexandra

    Hallo Nina, das Smartphone im Hotel lassen, daran sollte ich mir mal ein Beispiel nehmen ;-). Richtig „Urlaub gemacht“ habe ich glaube ich schon ewig nicht mehr, seit ich blogge, habe ich immer das Gefühl, der nächsten Geschichte, dem nächsten Fotomotiv hinterherjagen zu müssen. Wahrscheinlich muss ich mich einfach mal an einem einsamen, thailändischen Strand ablegen, danke für die Inspiration! LG, Alexandra

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